«Er schaute mich eiskalt an und stach mit Wucht zu»

Zweiter Prozesstag im Fall des mutmasslichen Taxi- mörders: Der 28jährige Angeklagte hüllt sich vor dem Konstanzer Landgericht weiterhin in Schweigen.

Gerhard Herr
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konstanz. Erneut wird deutlich, wie brutal und menschenverachtend der in Sibirien geborene Andrej W. die 44jährige Singener Taxifahrerin misshandelt hat. Ermittler berichten im Zeugenstand über die Vernehmung der 44jährigen Taxifahrerin, die vom mutmasslichen Taximörder schwer verletzt und vergewaltigt wurde: Er habe sie auf einen Feldweg dirigiert und auf eine Wiese gezerrt. Sie habe ihn angefleht, ihr nichts zu tun. Er habe ihr aber mit unheimlicher Gewalt das Messer in den Hals gesteckt, sagt ein Polizist. «Er schaute mich mit Eiseskälte an und stach mit Wucht zu», habe das Opfer nach der Tat ausgesagt. Als sie merkte, dass sie ihre Beine nicht mehr bewegen konnte, habe sie sich tot gestellt. Dann habe er sie an den Füssen über den Acker gezogen und vergewaltigt, später nochmals. Dann habe er sein Opfer an den Füssen zu den Büschen gezogen, wo es erst über 13 Stunden später gefunden wurde. «Er hat mich wie ein Stück Dreck weggeworfen», schildert der Beamte ihre Aussage. Der Richter teilt nun mit, die DNA-Spuren des Angeklagten seien an der Bekleidung und am Körper des Opfers gefunden worden. Am Dienstag geht der Prozess weiter.