Er fährt

Merken
Drucken
Teilen
Reto Caluori fährt mit seinem Auto für das Rote Kreuz. (Bild: Benjamin Manser)

Reto Caluori fährt mit seinem Auto für das Rote Kreuz. (Bild: Benjamin Manser)

Reto Caluori fährt Hilfsbedürftige ins Spital, zum Arzt, zur Rehabilitation mit seinem Auto für das Schweizer Rote Kreuz (SRK). 70 Rappen bekommt er pro gefahrenen Kilometer. Das decke die Kosten fürs Auto, sagt der 65-Jährige. Er lebt mit seiner Frau im Haggen-Quartier in der Stadt St. Gallen. Mit den zwei kleinen Kindern war die Familie vor knapp 40 Jahren hierher gezogen. Fast genauso lange hat der gelernte Polymechaniker bei einer Firma im Quartier gearbeitet. Er beaufsichtigte einen Maschinenpark, baute bei Messen auf und ab. «Es gab Momente, in denen etwas hätte schiefgehen können.» Doch es ging immer alles gut. Dafür ist Caluori dankbar und möchte deshalb anderen helfen, die weniger Glück hatten. Mit 63 liess er sich pensionieren und engagiert sich seitdem beim Fahrdienst des SRK. «Ich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben.»

Manche erzählen ihre Lebensgeschichte

Etwa achtmal pro Woche fährt Caluori, jeweils hin und zurück, oft ältere Personen, aber nicht nur. Manche würden während der Fahrt nicht reden wollen, andere ihre Lebensgeschichte erzählen. Es sei gut, dass er fit ist, um beim Ein- und Aussteigen zu helfen. Caluori fährt Rennvelo. Manchmal kann er das mit dem Dienst verbinden: Als er jemanden nach Davos chauffierte, nahm er das Velo mit und fuhr auf den Flüelapass.