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St.Galler Fussballfans in den Public Viewings: Entspannt ans WM-Finale

An einem heissen Sonntagnachmittag während des WM-Finals zeigt sich in den St.Galler Public Viewings: Das Fussballfieber hat nicht bis zum Schluss der WM angehalten.
Nina Rudnicki
Begeisterte Fussballfans jubeln in den St.Galler Public Viewings. Allerdings verhaltener, als man es in den vergangenen WM-Wochen erlebt hat. (Bild: Ralph Ribi)

Begeisterte Fussballfans jubeln in den St.Galler Public Viewings. Allerdings verhaltener, als man es in den vergangenen WM-Wochen erlebt hat. (Bild: Ralph Ribi)

Schulter an Schulter sitzen die Zuschauer auf den Bänken vor der Grossleinwand am Kulturfestival in St.Gallen. Wer sich nicht schon eine Stunde vor Spielbeginn einen Platz gesichert hat, muss sich am Rand in der Menge einen Stehplatz suchen. Auch an der Bar herrscht Hochbetrieb. Lukas Hofstetter, Organisator des Kulturfestivals, schenkt Drink um Drink aus. «Heute ist hier alles voll. Aber generell war die WM für uns durchzogen», sagt er, als er kurz Zeit für ein paar Fragen findet. Gäste angezogen hätten vor allem die Spiele der Schweiz und Deutschlands. «Im Publikum gab es viele Deutsche. Ich vermute, dass viele von ihnen Angestellte im nahegelegenen Kantonsspital sind», sagt Hofstetter. Nachdem die beiden Mannschaften und viele Spitzenteams ausgeschieden waren, sei die Luft etwas draussen gewesen. An diesem Nachmittag ist das Publikum am Kulturfestival durchmischt, Fans der Finalisten sind hingegen nur wenige anwesend. «Es kann gut sein, dass die Kroaten das Spiel lieber unter sich schauen», sagt Hofstetter.

(Bild: Ralph Ribi)
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WM-Final: Kroaten und Franzosen in der Ostschweiz jubeln Landsleuten zu

Dass die Luft etwas draussen sei, finden auch viele andere Beizenbesitzer in St.Gallen. Die Tische und Plätze sind zwar gut besetzt, die Stadt ist sonst aber fast menschenleer. «Es ist halt Ferienstimmung und zu heiss», sagt ein Mitarbeiter des Kebab-Restaurants Kränzlin. Die WM habe ihnen aber insgesamt einen guten Umsatz beschert.

Kurz vor Beginn des Spiels sind auch alle Tische vor dem Bierhof, dem Fanlokal der FCSG-Fans, belegt. Unter den Zuschauern sitzt Manuel Bernhardsgrütter, Mitglied des Kollektivs, das den Bierhof betreibt. «Die Stimmung ist entspannt und mit allzu vielen Zuschauern haben wir sowieso nicht gerechnet. Dass Interesse an den Spielen hat abgenommen, nachdem die Schweiz, Deutschland und andere populäre Mannschaften ausgeschieden sind», sagt er. Für das Fanlokal hat sich die WM allerdings gelohnt, da es während der Spiele zusätzlich geöffnet hatte. Ein Kollege von Bernhardsgrütter kommt hinzu. «Um 16 Uhr hat sich die Badi doch ziemlich schnell geleert, weil viele zum Fussballschauen gegangen sind», sagt er. Aber von WM-Fieber könne keine Rede mehr sein.

Zwei Häuser weiter, im Irish-Pup, hängen noch die Hopp-Schweiz-Fahnen im Fenster. Die Gäste sitzen draussen vor der Beiz, wo es keinen Fernseher gibt, und trinken Bier. Das Spiel, das drinnen auf einem Flachbildfernseher läuft, schaut sich gerade einmal eine Person an. «Es ist zu heiss, die Leute wandern heute und anschliessend schauen sie sich das Spiel zu Hause an», mutmasst Beizen-Chef Tommaso Campanile. Dann zeigt er auf die Fahnen in seinen Fenstern. «Das wäre was gewesen, wenn die Schweiz weitergekommen wäre.»

Nach der Halbzeit setzt ein heftiges Sommergewitter ein. Wer keinen Schirm dabei hat, rettet sich ins Trockene. Glück haben jene, die einen Platz im regensicheren Public-Viewing-Zelt am Blumenmarkt gefunden haben. Gegen Ende des Spiels, als alles entschieden zu sein scheint, leert sich das Zelt bereits. Zurück bleiben einige französische Fans, nach dem Abpfiff tanzen sie euphorisch auf den Tischen. Andere Fans der beiden Mannschaften umarmen sich, trösten oder gratulieren einander. Dann setzt auch das Hupkonzert in der Stadt ein - allerdings verhaltener, als man es in den vergangenen WM-Wochen erlebt hat.

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