Entführter St. Galler gesichtet

Der auf den Philippinen entführte St. Galler und sein holländischer Schicksalsgefährte sind angeblich vor einem Monat gesichtet worden.

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Der auf den Philippinen entführte St. Galler und sein holländischer Schicksalsgefährte sind angeblich vor einem Monat gesichtet worden. Laut philippinischen Behörden wurden die beiden mit Mitgliedern der Al-Kaida-nahen Terrorgruppe Abu Sayyaf in einem Dschungelcamp bei der Stadt Patikul im Sulu-Gebiet gesehen.

Unter weiteren Gefangenen

Gemäss Erkenntnissen des Geheimdienstes würden die Europäer von Zeit zu Zeit in andere Lager gebracht, sagten zwei Polizeioffiziere. Die militante islamistische Organisation Abu Sayyaf soll laut Berichten philippinischer Medien weitere Entführungsopfer wie einen Japaner und einen Jordanier in ihrer Gewalt haben. Sie habe mehrere Anführer verloren, zähle aber nach wie vor 400 bewaffnete Männer.

Der 46-jährige Tierpräparator und Hobby-Ornithologe aus Grub SG war im Januar im Sulu-Archipel gekidnappt worden. Zunächst vermuteten die Behörden eine Entführerbande ohne terroristischen Hintergrund.

EDA hält sich zurück

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten will die Berichte nicht bestätigen. «Aus Rücksicht auf die Interessen der Entführungsopfer können wir zu diesem Fall derzeit keine weiteren Informationen geben», sagte EDA-Sprecher Georg Farago. Das Departement habe «alles in seiner Macht Stehende unternommen, um die Befreiung der Geiseln bei guter Gesundheit zu erreichen». In der Schweiz koordiniere das Krisenmanagement-Zentrum des EDA die Massnahmen mit dem Bundesamt für Polizei (Fedpol) und dem Nachrichtendienst des Bundes. Die Schweizer Botschaft in Manila stehe in permanentem Kontakt mit den lokalen Behörden und der niederländischen Botschaft. (red.)

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