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ENERGIE: Nur erfahrene Windrad-Hersteller kommen in Frage

Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist noch nicht abgeschlossen, die Abstimmung zum Mindestabstand steht noch an. Trotzdem ist der Auftrag für den Windpark in der Linthebene bereits ausgeschrieben.

Das Projekt Linthwind wird konkreter – die Suche nach einem Hersteller hat begonnen. Die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) will in Glarus Nord einen Windpark mit vier bis fünf Windturbinen bauen. Aus der Bevölkerung regte sich jedoch Widerstand. So wird voraussichtlich im Juni eine Initiative zur Vergrösserung des Mindestabstands von 300 auf 700 Metern vor die Bürgerversammlung kommen. Auch die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wird erst im Herbst abgeschlossen sein. Trotzdem hat die SAK mittlerweile ein Auftrag für die Windenergieanlagen ausgeschrieben. «Lieferung, Installation, Inbetriebnahme, Betrieb und Wartung von vier bis fünf Windenergieanlagen» heisst es im detaillierten Projektbeschrieb.

Die Suche nach dem besten Turbinentyp

Doch warum sind die Windräder ausgeschrieben, bevor die UVP überhaupt abgeschlossen ist? «Wir müssen die Dimension und genaue Abmessung der Anlage kennen», erklärt Hauptprojektleiter Ralph Egeter. Ohne diese könne man Teile der UVP, wie zum Beispiel das Schallgutachten, nicht durchführen. «Darum müssen wir vorher entscheiden, mit welchem Hersteller wir zusammenarbeiten wollen.»

Laut Egeter habe man zwei Möglichkeiten gehabt. Entweder wähle man den Turbinentyp aus und mache die UVP unabhängig davon. Änderungen lasse man danach einfliessen. Oder man schaue erst, welcher Turbinentyp der beste ist, und führt die UVP gleich mit diesem durch. «Wir haben uns für letzteres entschieden.»

Die Vertragslaufzeit beträgt 180 Monate – 15 Jahre, das ist eine lange Zeit für einen Vertrag angesichts der Tatsache, dass sich die Branche der erneuerbaren Energien in einem ständigen Wandel befindet. «Wir haben den Vertrag mit so einer langen Laufzeit aufgesetzt, da es ein Servicevertrag ist. Betrieb und Wartung sind ja schliesslich auch mitinbegriffen», sagt Egeter. Sollte sich das Projekt verzögern und sich signifikante Änderungen in der neuen Technologie ergeben, dann müsste man das Projekt neu ausschreiben und die UVP dementsprechend anpassen.

Suchen will man nicht irgendjemanden. Für die Vertragspartner gelten genaue Vorgaben. Das Wichtigste: Erfahrung. So muss der zukünftige Hersteller weltweit schon mindestens 5000 Anlagen installiert haben.

Hannah Scharnagl

ostschweiz@tagblatt.ch

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