Elf Ostschweizer kämpfen um ihre Berufsehre

Den elf jungen Ostschweizern läuft's gut an den World Skills in São Paulo. Sie kämpfen als Teil der 40köpfigen Schweizer Delegation noch bis heute Samstag an den Berufsweltmeisterschaften in der grössten Stadt Brasiliens um Medaillen.

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Sandro Dörig, Appenzell. (Bild: pd)

Sandro Dörig, Appenzell. (Bild: pd)

Den elf jungen Ostschweizern läuft's gut an den World Skills in São Paulo. Sie kämpfen als Teil der 40köpfigen Schweizer Delegation noch bis heute Samstag an den Berufsweltmeisterschaften in der grössten Stadt Brasiliens um Medaillen. Insgesamt messen sich in diesem Jahr 1200 Teilnehmer aus aller Welt. An der Schlussfeier morgen abend wird sich zeigen, ob die Schweiz nach den vier Wettkampftagen auch diesmal ihrer Favoritenrolle gerecht wird.

Gefälle zwischen Arm und Reich

Für die Kandidaten steht viel auf dem Spiel. Sie alle haben sich monatelang minuziös, oft auch an Feierabenden, auf den Wettkampf vorbereitet. Unter den Augen von Tausenden von Zuschauern heisst es nun, einen kühlen Kopf zu bewahren. «Es ist grossartig, dass so viele Nationen an einem Ort zusammenkommen», sagt Michael Bösch aus Nesslau, Kandidat Sanitär- und Heizungsinstallation, einer von sechs jungen St. Gallern. Tschamun Isai, Landschaftsgärtner aus Uzwil, zeigt sich beeindruckt von São Paulo: «Das Gefälle zwischen Arm und Reich ist riesig.» Auch Andrea Hohl, Konditorin-Confiseurin aus Eggersriet, bleibt der Besuch eines Kinderhilfswerks in den Favelas der Stadt in Erinnerung.

Konkurrenz im Auge behalten

Am zweiten Wettbewerbstag kämpften die Ostschweizer Teilnehmer mit ersten Problemen. So hatten etwa die Landschaftsgärtner Benedikt Rüesch aus Sirnach und Tschamun Isai aus Uzwil an den ersten Tagen kein Wasser – im Gegensatz zu den Konkurrenten. Damit der Appenzeller Maurer Sandro Dörig mit den für ihn ungewohnten Ziegeln trainieren konnte, hatte sein Verband extra brasilianische Ziegelsteine importieren lassen. «Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt», sagt er. Er beobachtet die Konkurrenz. Die beiden Kandidaten, welche gleich neben ihm arbeiten, seien nicht besonders schnell: «Ich hätte lieber jemanden neben mir, der etwas schneller ist – das würde mich anspornen.» David Füger, Kandidat Restaurant-Service aus Mörschwil, bleibt gelassen: «Während der Aufgabe bin ich in der Arena und mache meine Show. Ich erledige einfach meine Aufgaben und blende alles um mich herum aus.» (cz/jar)