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Kommentar

Eklat an der Pädagogischen Hochschule Thurgau: Nach dem Desaster im Fall Hefenhofen müssen die Probleme jetzt beim Namen genannt werden

Die Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission des Thurgauer Grossen Rates untersucht die Freistellung des Vizerektors der Pädagogischen Hochschule. Sie muss jetzt beweisen, dass sie Haare auf den Zähnen hat.
Christian Kamm
Christian Kamm. (Bild: Urs Jaudas)

Christian Kamm. (Bild: Urs Jaudas)

Sie hat lange gebraucht. Aber jetzt hat die Politik endlich auf die Vorgänge an der PH Thurgau reagiert. Am Mittwoch wurden die Mitglieder des Hochschulrats von der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GFK) befragt. Dass die angestrebte öffentliche Debatte im Grossen Rat deshalb nicht stattfand, ist folgerichtig. Persönliche Wäsche, und darum handelte es sich wohl im Kern beim Konflikt an der PH-Spitze, sollte nicht an der Öffentlichkeit gewaschen werden.

Umso grösser ist jetzt aber die Verantwortung, die auf der GFK lastet. Und sie wäre gut beraten, nach dem Hefenhofen-Desaster, bei dem auch die parlamentarischen Kontrolleure jahrelang durch Nicht-Wissen-Wollen glänzten, etwas für ihre parlamentarische Reputation und Glaubwürdigkeit zu tun.

Statt Kaffee und Kuchen sollten den Beteiligten im Fall PH nun harte Fragen serviert werden. Und zwar allen. Die GFK muss beweisen, dass sie Haare auf den Zähnen hat und eine externe Untersuchung hinfällig wird. Nur so ist jene Vertrauensbildung möglich, die zu einer Beruhigung der Situation dringend nötig ist. Etwas ist faul im Staate PH Thurgau. Die Kommission hat die Pflicht und Schuldigkeit, die Probleme beim Namen zu nennen. Weitere personelle Konsequenzen nicht ausgeschlossen.

Jetzt kann nur noch etwas die GFK stoppen – sie selber. Wie unsensibel derzeit mit dem Thema Ämterverstrickung umgegangen wird, lässt nichts Gutes erahnen. GFK-Präsident und Präsident des PH-Fördervereins in Personalunion – überhaupt kein Problem? Als ob die Interessen der Öffentlichkeit und jene der PH beziehungsweise ihrer Leitung deckungsgleich sind. Wer’s glaubt. Hier täte mehr politische Hygiene Not.

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