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«Einstein», St. Gallen: Kulinarische Erlebniswelt

Der Lift im Hotel Einstein führt von der Réception hinauf in den fünften Stock, ins Dachgeschoss. Die paar Sekunden Fahrt sind aber auch eine Reise in eine kulinarische Erlebniswelt, wie man sie in der Ostschweiz sonst kaum findet.
Beda Hanimann
"Zu Tisch" Picto (Bild: Beda Hanimann)

"Zu Tisch" Picto (Bild: Beda Hanimann)

Der Lift im Hotel Einstein führt von der Réception hinauf in den fünften Stock, ins Dachgeschoss. Die paar Sekunden Fahrt sind aber auch eine Reise in eine kulinarische Erlebniswelt, wie man sie in der Ostschweiz sonst kaum findet. Hierhin geht man nicht, um noch schnell etwas zu essen oder ein Hüngerlein zu stillen. Über den Dächern der Stadt wartet ein kulinarisches Abenteuer, abendfüllend, und folgerichtig ist das «Einstein Gourmet» nur am Abend geöffnet.

Hinter der neuen Genusswelt steht ein fünfköpfiges Küchenteam mit einem Power-Duo an der Spitze, wie wir letztes Jahr bei der Präsentation des neuen «Gault Millau» titelten: Sebastian Zier und Moses Ceylan. Dieser stammt aus dem Allgäu, jener aus dem Schwarzwald, sie waren zuletzt auf Sylt beziehungsweise in Mannheim in Lokalen mit zwei und drei Michelin-Sternen tätig, bevor sie letztes Jahr im «Einstein» einstiegen. Und sie sagen von sich: «Bei uns gilt: Volle Attacke, voller Geschmack, es darf nie langweilig werden.»

Gemälde aus Aromen

Den Anspruch erfüllen sie. Es gibt zwei Menus mit je sechs Gängen, die im Lauf von zwei bis drei Monaten schrittweise wechseln. Doch die klassische Aufteilung von Vorspeise und Hauptgang ist aufgebrochen, man kombiniert nach Gusto zwei bis sechs Gänge aus den beiden Menus. Da gibt es Krautwickel mit Auster, Schweinebauch und Vogelbeere, Kabeljau mit geröstetem Blumenkohl, Lardo und Lauch oder Short-Rib mit Aubergine, Bratkartoffelpurée und Mais. Zu diesen in der Karte aufgeführten Komponenten kommen weitere, da ein Trüffeljus, dort ein Mango-Gelée. Zier und Ceylan kreieren überzeugende, überraschende Geschmacks-Bouquets, bei denen die Hierarchie von Fleisch, Gemüse und Beilage ausgehebelt wird. Jeder Gang ist eine Überraschung, ein Gemälde aus Aromen.

Sorgfalt auch bei den Details

Teil des Genussabenteuers ist eine Folge von Amuse-bouches (etwa eine vegane Jakobsmuschel, die natürlich keine ist) sowie ein Wagen von erlesenen Schokoladespezialitäten. Höchste Sorgfalt kommt auch den vermeintlichen Nebendarstellern zu, etwa mit fünf Sorten Butter oder Spezialbrot aus einer Appenzeller Holzofenbäckerei. Selbstredend hält auch die Weinkarte mit, etwa mit der ganzen Phalanx der Bündner Spitzenweine.

Unser Eindruck: Essen im «Einstein Gourmet» ist mehr als Essen. Es ist kulinarisches Erlebnis auf höchstem Niveau. Und schönste Entspannung – auch dank des munteren Servicepersonals. Logisch, dass das seinen Preis hat.

Einstein Gourmet, St. Gallen Berneggstr. 2, 9000 St. Gallen, Tel. 071 227 55 55 www.einstein.ch Öffnungszeiten: Di-Sa ab 18 Uhr Karte: 2 Menus mit 2-6 Gängen, 95.– bis 170.–

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