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Einsprachen bremsen Bahnausbau in Teufen

Die Appenzeller Bahnen können den Ausbau der Strecke St.Gallen-Appenzell nicht so schnell vorantreiben wie geplant: Am Bahnhof Teufen verzögert sich der Baustart wegen Einsprachen und Projektänderungen.
Adrian Vögele
Die Erweiterung des Bahnhofs Teufen von zwei auf drei Gleise stockt. (Bild: Benjamin Manser)

Die Erweiterung des Bahnhofs Teufen von zwei auf drei Gleise stockt. (Bild: Benjamin Manser)

Jetzt sollte es zügig vorangehen mit der Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen: Der Ruckhaldetunnel ist bald fertig, die neue Brücke über die Oberstrasse in St.Gallen steht. Auf der Strecke St.Gallen-Teufen bleibt aber noch einiges zu tun, sie ist bis Oktober wegen Bauarbeiten gesperrt. Zu den grösseren Brocken, die bei der Modernisierung der Linie noch anstehen, gehört der Bahnhof Teufen – doch hier stocken die Arbeiten.

Der Bahnhof soll von zwei auf drei Gleise ausgebaut werden, neue Perrons, Zugangswege und Sicherungsanlagen sind geplant. Nur so können die Züge gemäss den Appenzeller Bahnen künftig im Viertelstundentakt verkehren. Zugleich soll die Kreuzung nördlich des Bahnhofs zu einem Kreisel umgebaut werden. Das Bahnunternehmen wollte die Arbeiten für beide Projekte zu grossen Teilen während der aktuellen Totalsperre durchführen. Diese Pläne fallen nun jedoch ins Wasser: Der Baubeginn am Bahnhof und an der Kreuzung verzögert sich, unter anderem wegen Einsprachen von Anwohnern. Man arbeite zusammen mit Bund, Kanton und Gemeinde «mit Hochdruck» an Lösungen, teilen die Appenzeller Bahnen mit.

«Es geht nicht um finanzielle Forderungen»

Beim Bahnhofprojekt steckt der Teufel im Detail: Ein vorgesehener direkter Zugang für Fussgänger von Osten her zum neuen Mittelperron gefällt dem Bundesamt für Verkehr nicht: Er sei aus Sicherheitsgründen nicht bewilligungsfähig. «Weitere Abklärungen und Projektanpassungen rund um diesen Zugang werden nötig sein», so das Bahnunternehmen. Auch Einsprachen von Anwohnern gab es gegen das Bahnhofprojekt. Thomas Baumgartner, Direktor der Appenzeller Bahnen, ist zuversichtlich, dass die Differenzen bald ausgeräumt sein werden. Noch etwas mehr Verhandlungsarbeit sei beim Projekt Bahnhofkreuzung nötig, gegen das ebenfalls Einsprachen erhoben wurden, sagt Baumgartner. Geht es dabei um finanzielle Entschädigungsforderungen von Anwohnern, wie aus dem Dorf zu hören ist? «Nein», sagt Baumgartner – andere Interessen stünden im Vordergrund, zu denen er nichts näheres sagen könne. Die Gespräche seien aber auf gutem Weg.
Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte sich abgezeichnet, dass sich das Kreuzungsprojekt wegen der Einsprachen verzögern könnte. Der Widerstand habe verschiedene Gründe, hiess es damals bei den Appenzeller Bahnen – etwa die geplante Aufhebung von Parkplätzen.

Baubeginn allenfalls erst im nächsten Frühjahr

Die Appenzeller Bahnen gehen derzeit davon aus, dass der Umbau der Kreuzung im Frühjahr 2019 startet. Wie es am Bahnhof selber weitergeht, ist noch offen. Falls bis Ende September die Genehmigung vorliegt und rechtskräftig ist, wird das Projekt ab Anfang Oktober realisiert. Falls das Verfahren länger dauert, muss der Baubeginn auf den nächsten Frühling verschoben werden.
Fest steht: Die Totalsperrung der Linie wird am 6.Oktober aufgehoben, Bauverzögerungen hin oder her. Gewisse Arbeiten sind darum am Bahnhof Teufen zwingend, so muss etwa eine Weiche ersetzt werden, und Sicherungsmassnahmen an den Perrons sind nötig. Das passiert ab dem 20.August. Die eigentlichen Bauprojekte am Bahnhof und auf der Kreuzung müssen dann während des laufenden Bahnbetriebs umgesetzt werden. «Das ist deutlich schwieriger und aufwendiger als während der Totalsperre», sagt Baumgartner.

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