Einschränkungen
Skigebiete nur bis Weihnachten offen, Sperrstunde ab 22 Uhr, erweiterte Quarantäne, Treffen nur bis 10 Personen: Diese Massnahmen gelten neu im Kanton St.Gallen

St.Gallen ist neu der Corona-Hotspot der Schweiz. Die Regierung hat aufgrund der aktuellen Lage neue Einschränkungen beschlossen und diese an der Medienkonferenz vom Mittwoch vorgestellt. Die Zusammenfassung der Medienkonferenz und der Ticker zum Nachlesen.

Natascha Arsić
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Die St.Galler Regierung zieht die Schraube an und beschliesst neue Massnahmen.

Die St.Galler Regierung zieht die Schraube an und beschliesst neue Massnahmen.

Bild: Arthur Gamsa

Die St.Galler Regierung hat folgende neue Massnahmen beschlossen:

  • Die maximale Anzahl Personen pro Treffen für private und öffentliche Veranstaltungen wird auf 10 Personen reduziert.
  • Die Sperrstunde für Gastronomie- und Freizeitbetriebe wird von 22 bis 6 Uhr ausgeweitet.

Diese von der Regierung vorgesehenen Einschränkungen gelten ab Sonntag, 13. Dezember, und werden in Vollzug gesetzt, sofern der Bundesrat die am Dienstagabend in Aussicht gestellten bundesweiten Massnahmen wider Erwarten nicht anordnen sollte. So sollen Doppelspurigkeiten und sich überschneidende Beschlüsse von Bund und Kanton verhindert werden.

Enge Kontaktpersonen müssen in Quarantäne

Weiter beschliesst der Kanton St.Gallen, die Quarantäneregeln zu verschärfen. Neu müssen wieder alle engen Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen in Quarantäne.

Personen, die im gleichen Haushalt mit einer infizierten Person leben, werden vom Contact-Tracing-Team informiert. Andere enge Kontaktpersonen müssen von der infizierten Person informiert werden. Die stellvertretende Kantonsärztin Karen Peier sagt:

«Aktuell haben wir einen Flächenbrand und wir können nur noch einzelne Infektionsketten unterbrechen»

Skigebiete bleiben nur bis Weihnachten offen

Die Skigebiete können bis zum 22. Dezember gemäss Verordnung des Bundes ihren Betrieb öffnen, wenn ein Schutzkonzept bewilligt worden ist.

«Für die Zeit nach dem 22. Dezember erachtet die Regierung die Voraussetzungen für eine Bewilligung als nicht erfüllt.»

Eine Bewilligung könne dann in Aussicht gestellt werden, wenn der Reproduktionsfaktor unter 1 zu liegen komme und in Spitälern wieder genügend Intensivplätze zur Verfügung stehen.

Besuche in Heimen in öffentliche Räume verlegen

In den Heimen können Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin zwei Besuche pro Tag empfangen. Neu müssen die Besuche aber in einem öffentlich zugänglichen Raum mit Schutzkonzept. Zimmerbesuche sind nicht mehr erlaubt. «Damit soll das Personal entlastet werden, das in der Pflege dringend benötigt wird», so Regierungsrätin Laura Bucher.

Weiter setzt die Regierung auf Homeoffice. Sie hat daher beschlossen, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dafür zu sorgen haben, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Arbeitsverpflichtungen so weit als möglich von zu Hause aus erfüllen. Diese Anordnung ist bis Mitte Januar 2021 befristet.

Der Ticker zur Medienkonferenz zum Nachlesen: