Eine Wohnung schwimmt in Bierdosen: Weshalb die Kantonspolizei St.Gallen ein Bild aus einer Messie-Wohnung veröffentlicht hat

«#unglaublich - Da staunt sogar die Polizei»: Die Kantonspolizei St. Gallen verblüfft mit einem speziellen Bild auf Instagram. Es wurde in einer Messie-Wohnung aufgenommen.

David Grob
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Die Bierdosen türmen sich meterhoch in der Wohnung und bringen selbst die Polizei zum Staunen. (Bild: Instagram Kantonspolizei SG)

Die Bierdosen türmen sich meterhoch in der Wohnung und bringen selbst die Polizei zum Staunen. (Bild: Instagram Kantonspolizei SG)

«#unglaublich – Da staunt sogar die Polizei»: Unter diesem Titel veröffentlichte die Kantonspolizei St. Gallen am Dienstagnachmittag ein Bild auf dem Bildportal Instagram. Zu sehen ist ein meterhoher Berg von Bierdosen in einer Wohnung. Allfällige Möbel unter den Dosenhaufen sind nur zu erahnen. «Da hatte jemand richtig Durst und hat die Entsorgung lange aufgeschoben», schreibt die Kantonspolizei dazu.

Das Bild ist bei einem Einsatz entstanden. Die Polizisten begleiteten Rettungskräfte der Ambulanz bei einem medizinischen Notfall, der in der Wohnung gemeldet wurde. «Die Beamten wurden aufgeboten, um die Tür der Wohnung aufzubrechen», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Ereignet hat sich der Vorfall aber nicht am Dienstagnachmittag, sondern laut Schneider bereits anfangs Jahr. Warum der Fall erst jetzt publik gemacht wird, liegt in der Art und Weise, wie die Kantonspolizei Instagram als Informationskanal nutzt. «Wir möchten mit Instagram einen Blick in den Polizeialltag ermöglichen», sagt Schneider. In loser Folge würden deshalb Kuriositäten, spezielle Begebenheiten und sonderbare Begegnungen in der Serie «Unglaublich» auf Instagram veröffentlicht.

«Wir wollen zeigen, was die Polizistinnen und Polizisten im Beruf alles erleben, abseits von Verbrechen und Unfällen.»

Zuständige Behörden wurden informiert

Doch ist es nicht problematisch, ein Bild einer Messiewohnung auf den sozialen Medien zu veröffentlichen? Das offensichtliche Problem des Bewohners öffentlich auszustellen? Nein, meint Schneider, schliesslich werde kein Bild des Besitzers publiziert. Ausserdem könne auf dem Bild nicht festgestellt werden, um welche Wohnung es sich handle, sagt Schneider. «Im Anschluss an den Einsatz haben wir natürlich die zuständigen Behörden informiert und den Fall weitergeleitet.»

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