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«Eine Kuh trinkt 150 Liter Wasser pro Tag»

Öffentliche Brunnen werden abgestellt, austrocknende Bäche müssen ausgefischt werden, der Wasserpegel der Seen sinkt – und trotzdem sind keine grösseren Probleme bei der Wasserversorgung zu befürchten.
Durstiges Wetter auch für Kühe. (Bild: Getty)

Durstiges Wetter auch für Kühe. (Bild: Getty)

Mehr als 1500 Seen, Flüsse, Gewässer und Gletscher zeugen vom Wasserreichtum der Schweiz. Und: Das «Wasserschloss Europas» verfügt über mehr als 2400 Wasserversorgungen. Allerdings: In ausgeprägten Dürreperioden steigt der Wasserverbrauch um bis zu 30 Prozent. Eine gute regionale Wasserversorgungsplanung sei deshalb nötig, schreibt das Bundesamt für Umwelt.

Die Kantone delegieren den Versorgungsauftrag weiter an die Gemeinden und diese meist weiter an selbstständige Organisationen, so etwa in Waldstatt. Für die Wasserversorgung des Dorfes ist die Ortskorporation Waldstatt zuständig. Sie versorgt 95 Prozent der Bevölkerung mit ­Trinkwasser. Dieses stammt zu 70 Prozent aus eigenen Quellen, zu rund 25 Prozent aus Grundwasser der Gemeinde Urnäsch, 5 Prozent wird von Herisau be­zogen.

Ein einziger Abnehmer braucht 12 Prozent

Auf die aktuellen Hitzetage angesprochen sagt Ernst Bischofberger, Präsident der Ortskorporation Waldstatt: «Wir verfügen nach wie vor über mehr als genug Trinkwasser.» Er appelliert trotzdem an die Vernunft der Konsumenten. Die Ortskorporation war 1895 gegründet worden und hat die Aufgabe, die Bevölkerung der Gemeinde mit Trink- und Löschwasser zu versorgen. Mit einem Wasserverbrauch von 170 Litern pro Person und Tag steht Waldstatt sparsam da. «Wir haben in unserer Gemeinde wenig Industrie», sagt Bischofberger. Der grösste Wasserabnehmer, eine Firma, die Druckfarben herstellt, benötigt aber immerhin 12 Prozent des gesamten Wassers. In Appenzell Ausserrhoden gibt es 230 Quellen. Einige davon wurden vor über 30 Jahren unter Schutz gestellt. Auch Landwirt Köbi Mock verfügt über eine eigene Quelle. Durchschnittlich verbrauche sein Betrieb 5000 Liter Wasser im Tag. Eine Kuh trinkt täglich 150 Liter Wasser. Beim Bau der Scheune 1992 habe er sein eigenes Reservoir angelegt, sagt Mock. Trotzdem reiche das Wasser in einer Dürreperiode nicht aus und er müsse Wasser von der Gemeinde beziehen.

Mehr Mühe mit der anhaltenden Trockenheit haben einzelne Vorarlberger Gemeinden. So muss St. Gerold im Grossen Walsertal mit Wassertransporten versorgt werden. Die Quellwasser-Mengen der Gemeinde sind in den vergangenen Tagen rapide gesunken. (sda/rw)

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