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Kolumne

Eine Katholikin mit vielen Hüten

Margrit Stadler lässt das Los entscheiden, wer einen Platz an der St.Galler «Flade» erhält. Sie ist Schulpräsidentin und Vizepräsidentin des Administrationsrats des Katholischen Konfessionsteils im Kanton St.Gallen. In diesem Rat steht eine Veränderung an.
Katharina Brenner
19 Jahre lang sass Margrit Stadler für die CVP im St.Galler Kantonsrat. Ein Jahr lang war sie höchste St.Gallerin. (Bild: Ralph Ribi)

19 Jahre lang sass Margrit Stadler für die CVP im St.Galler Kantonsrat. Ein Jahr lang war sie höchste St.Gallerin. (Bild: Ralph Ribi)

Margrit Stadler wird dieser Tage einige Familien enttäuschen. Die Schulpräsidentin der St.Galler «Flade» hat mehr Anmeldungen als freie Plätze. Sie lässt das Los entscheiden. Bereits Anfang Jahr war die Schule in den Medien: als bekannt wurde, dass der Politiker und Unternehmer Michael Hugentobler wegen sexueller Kontakte mit Minderjährigen in Internet-Chatrooms verurteilt worden war. An der «Flade» war er als Berater und Informatik-Beauftragter tätig. Lehrerschaft und Schulrat zeigten sich «zutiefst betroffen». Mittlerweile hat Hugentobler keine Mandate mehr an der «Flade». Turbulente Zeiten also für die Schulpräsidentin.

Aber die zweifache Mutter und Grossmutter ist es gewohnt, mehrere Hüte gleichzeitig zu tragen. Stadler, Jahrgang 1959, sass 19 Jahre lang für die CVP im Kantonsrat, ein Jahr war sie höchste St.Gallerin. Sie ist im Beirat der Spendenaktion «Ostschweizer helfen Ostschweizern» und seit bald 20 Jahren Vizepräsidentin des Administrationsrats des Katholischen Konfessionsteils im Kanton. Dessen Präsident Martin Gehrer sind seine vielen Hüte zu schwer geworden. Er gab diese Woche bekannt, Ende Jahr nicht zur Wahl anzutreten.

Will Stadler seinen Hut erben? Sie meint: «Sicher nicht.» Sie sei schon so lange dabei und stehe mit der «Flade» «vor grossen Herausforderungen». Dabei teilt sie mit Schnitzelbänkler Gehrer eine Leidenschaft, die Präsidenten zugutekommt: das Theaterspielen. Als es die Bazenheider Theaterladies noch gab, pflegte sie zu sagen: «Politisieren und Theaterspielen liegen gar nicht so weit ausein­ander.»

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