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Eine Frau baut ein Spital

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Ein Innerrhoder stirbt lieber in Innerrhoden, bevor er sich in einem Spital in St. Gallen oder gar Herisau gesundpflegen lässt. Ob diese alte regionalpolitische Weisheit heute noch uneingeschränkt Gültigkeit besitzt, darf zwar bezweifelt werden. Ein Körnchen Wahrheit steckt aber offenbar noch drin. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Inner­rhoder Grosse Rat den Kredit von 41 Millionen Franken für ein neues Spital in Appenzell nach kurzem Murren bewilligt hat. Das Projekt trägt die Handschrift der Appenzeller Gesundheitsdirektorin Antonia Fässler. Die 48-jährige Frau Statthalter (so Fässlers offizieller Titel in Innerrhoden) kämpft mit Vehemenz für eine eigene medizinische Grundversorgung im Kanton. Dass dazu auch eine stationäre Abteilung mit ein paar Betten gehört, ist selbstverständlich. Am Dienstag will Fässler nun an einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Aula Gringel das Volk überzeugen. Es könnte einer der schwierigsten Auftritte seit ihrem Amtsantritt 2010 werden. Denn noch sind nicht alle Innerrhoderinnen und Innerrhoder überzeugt, dass es ein paar Kilometer Luftlinie von Herisau und St. Gallen auch im 21. Jahrhundert ein voll ausgestattetes Spital braucht. Um Fässler muss man sich aber kaum Sorgen machen. Als Staatswissenschafterin mit HSG-Abschluss und ehemalige stellvertretende Generalsekretärin des Gesundheitsdepartements von St. Gallen kennt sie die Materie besser als die meisten ihrer Gegner. Gut möglich, dass Fässler die Vorlage am Ende gar unbeschadet durch die Landsgemeinde bringen wird. Und wer weiss: Vielleicht wird ein späteres ­Appenzeller Spital dereinst ­«Antonia-Fässler-Klinik» heissen. Nach ihren Vorgängern wurde bis jetzt nicht einmal ein Sanitätsfahrzeug benannt. (ar)

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