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«Eine coole Socke»: Operation Libero lanciert nationale Wahlkampagne mit Arber Bullakaj

Die Operation Libero lanciert den Wahlkampf. Die Bewegung hat am Freitag in Bern ein parteiübergreifendes Team aus sechs Kandidaten vorgestellt. Es wirbt für das «Chancenland Schweiz». Der St.Galler SP-Kandidat Arber Bullakaj ist Teil davon. Er ist nicht der einzige Ostschweizer, den die Operation Libero unterstützt.
Katharina Brenner
Der St.Galler Nationalrats-Kandidat Arber Bullakaj wirbt mit dem Slogan: «Egal, woher du kommst, wen du liebst, woran du glaubst. Du gehörst zur neuen Schweiz.» (Bild. Michel Canonica/pd)

Der St.Galler Nationalrats-Kandidat Arber Bullakaj wirbt mit dem Slogan: «Egal, woher du kommst, wen du liebst, woran du glaubst. Du gehörst zur neuen Schweiz.» (Bild. Michel Canonica/pd)

Die Wahlen im Herbst sind für die Operation Libero «ein Referendum über Fortschritt und Stillstand». Um «fortschrittliche Köpfe und eine überparteiliche Politik» zu fördern, unterstützt die politische Bewegung Kandidaten, die ihre Positionen teilen. «Wähle den Wandel» lautet das Motto.

Bei einer Pressekonferenz in Bern hat die Operation Libero am Freitagmittag sechs Kandidaten aus verschiedenen Kantonen vorgestellt, die sie unterstützt. Darunter ein Ostschweizer: der St.Galler SP-Nationalratskandidat Arber Bullakaj. Die anderen fünf sind Sophie Buchs (CVP, Genf), Nicola Forster (GLP, Zürich), Vera Stiffler (FDP, Graubünden), Ursula Troisio (BDP, Zürich) und Gerhard Andrey (Grüne, Fribourg).

Kandidaten stehen für Grundidee der Kampagne

Warum gerade diese sechs? Warum Arber Bullakaj? Silvan Gisler, Medienverantwortlicher der Operation Libero, sagt: «Wir haben Kandidaten und Kandidatinnen ausgewählt, von denen wir viel halten.»

Sie würden zum Auftakt die Grundidee der Kampagne repräsentieren. «Gemeinsam können wir etwas bewegen im Chancenland Schweiz.» Überparteilich. Arber Bullakaj sei «sehr sympathisch und authentisch», er teile die inhaltlichen Zielsetzungen der Wahlkampagne «Wähle den Wandel». So sei er beispielsweise beim Bürgerrecht sehr engagiert.

«Salopp gesagt: Arber Bullakaj ist einfach eine coole Socke und will Bewegung ins Parlament bringen.»

Bullakaj sagt, er freue sich auf die überparteiliche Zusammenarbeit. Das Engagement der Operation Libero habe er von Anfang an verfolgt. Entstanden war sie 2014 als Reaktion auf die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative. Der 33-jährige Bullakaj sagt: «Wir haben damals nicht genug mobilisiert. Diesen Fehler dürfen wir progressiven Kräfte nicht mehr machen.»

Er habe sich sehr gefreut, als ihn die Operation Libero angefragt habe. «Wir engagieren uns für dieselben Themen: Klima, Digitalisierung, Vaterschaftsurlaub und insbesondere das Bürgerrecht.»

Parteileitung unterstützt die Zusammenarbeit

Wie reagiert Bullakajs Partei auf die Unterstützung? «Ich finde das gut», sagt SP-Präsident Max Lemmenmeier. Die Operation Libero setze sich für eine offene Schweiz ein. Andere Kandidaten erhielten Unterstützung durch Verbände, Vereine oder die Gewerkschaften.

Mit dem Auftakt der Wahlkampagne der Operation Libero startet auch ein Crowdfunding. Die Bewegung möchte Geld für Podien, Events, Onlineauftritte, Videos und Plakate sammeln. Die Kandidaten erhalten kein Geld von uns, sagt Gisler. Der Operation Libero sei klar, dass der Wahlkampf in den Kantonen stattfinde. Die sechs Kandidaten, die heute die Kampagne lancieren, werden Teil von kantonalen Teams sein. Im August will die Bewegung weitere Kandidaten auf kantonaler Ebene bekannt geben, mit der sie zusammenarbeitet.

Vincenz-Stauffacher wird ebenfalls unterstützt

Wer aus der Ostschweiz dabei ist, will Gisler noch nicht sagen. Auch diese Kandidaten wird die Operation Libero nicht finanziell unterstützen, sie plant ebenfalls Videos, Podien und Events. Eine Ostschweizerin, die gegenüber unserer Zeitung ihre Zusammenarbeit bereits bekannt gibt, ist Susanne Vincenz-Stauffacher.

Susanne Vincenz-Stauffacher, Nationalratskandidatin FDP (Bild: Michel Canonica / TAGBLATT)

Susanne Vincenz-Stauffacher, Nationalratskandidatin FDP (Bild: Michel Canonica / TAGBLATT)

Nimmt sie sich als Kandidatin zweiter Klasse wahr, weil sie nicht wie Bullakaj zu den auserwählten sechs der nationalen Kampagne gehört? «Überhaupt nicht», sagt Vincenz-Stauffacher. Die Operation Libero sei während des Ständeratswahlkampfs auf sie aufmerksam geworden. Sie habe zunächst gefragt, ob sie wüssten, wie alt sie sei, sagt die 52-Jährige und lacht. Sie hatte die Operation Libero vor allem als Bewegung für Jüngere wahrgenommen. «Doch das Alter spielt keine Rolle und unsere Positionen passen gut zusammen.» Insbesondere «das Überparteiliche und Konsensorientierte». Für sie sei aber auch klar:

«Ich suche keine neue Partei oder Gruppe. Ich bin als liberale Frau in meiner FDP genau richtig.»

Die Operation Libero sehe sie als «wunderbare Ergänzung». Der Geschäftsführer der St.Galler FDP Christoph Graf reagiert ähnlich wie SP-Präsident Lemmenmeier: Die Partei begrüsse die Zusammenarbeit.

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