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Das Wiler Stadtparlament hat entschieden: Imam Bekim Alimi wird eingebürgert

Das Wiler Stadtparlament stimmt mit 26 Ja-Stimmen zu 10 Nein-Stimmen der Einbürgerung Bekim Alimis zu. Er sei froh, in einem Rechtsstaat zu leben, sagt der umstrittene Imam nach der Abstimmung.
Linda Müntener
Erleichtert: Bekim Alimi nach dem Entscheid. Bild: Linda Müntener

Erleichtert: Bekim Alimi nach dem Entscheid. Bild: Linda Müntener

Jetzt ist es entschieden: Der Wiler Imam Bekim Alimi wird eingebürgert. Das Wiler Stadtparlament hat den Antrag des Einbürgerungsrates an seiner Sitzung vom Donnerstagabend deutlich angenommen. 26 Parlamentarier stimmen für Alimis Einbürgerung, zehn dagegen. Es gibt eine Enthaltung.

Anders als die Debatte im Vorfeld war die Diskussion in der Tonhalle Wil kaum emotional. Die Fraktionen der FDP, CVP/EVP, der SP und der Grünen proWil haben ein Ja empfohlen. Sie sind sich einig: Bekim Alimi erfüllt alle rechtlichen Voraussetzungen, um Schweizer zu werden.

FDP-Fraktionssprecher Mario Breu bezeichnete es als "unschön", dass im Vorfeld anstelle der gesetzlich vorgesehenen Prüfung vor allem eine "unpassende Islamdebatte" geführt wurde. Ähnlich tönte es bei CVP, SP und den Grünen: Auch sie riefen dazu auf, die sachlichen Aspekte hervorzuheben.

Die SVP-Fraktion zweifelt noch

Einzig die SVP-Fraktion stellte sich gegen den Antrag des Einbürgerungsrates. Die Informationen im Gutachten seien nicht ausreichend, sagte Fraktionssprecher Benjamin Büsser. "Drei A4-Seiten genügen nicht, um eine Entscheidung zu fällen." Die Zweifel wegen Bekim Alimis "zwielichtigen Kontakten" seien nicht aus dem Weg geräumt. So kamen die Nein-Stimmen denn auch aus den SVP-Reihen.

Bekim Alimi zeigte sich kurz nach der Entscheidung erleichtert. "Ich bin dankbar, in einem Rechtsstaat, in einer Demokratie zu leben", sagte er, der vor dem Eingang der Tonhalle gewartet hatte. "Und ich bin dankbar dafür, dass mein Engagement gesehen wurde."

Verfolgen Sie hier nochmals den Tagblatt-Ticker zur Parlamentssitzung:

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