Vom St.Galler Bankenplatz zur IHK: Ein Rheintaler Secondo als kreativer Impulsgeber für die Ostschweizer Wirtschaft

Einen solchen Mann hat sich die IHK für die wieder besetzte Stelle eines Chefökonomen sowie Kommunikationschefs just gewünscht: Alessandro Sgro ist als Researcher, Analytiker und Konzepter ebenso erfahren wie als Kommunikator.

Marcel Elsener
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Alessandro Sgro

Alessandro Sgro

Bild: PD

Der 38-jährige Betriebs- und Volkswirtschafter mit Master der Universität Bern möchte nirgendwo anders leben als in der Ostschweiz und seine Heimatregion mit Impulsen an der Schnittstelle von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik voranbringen. Aufgewachsen in Altstätten, der Vater aus Sizilien eingewanderter Maurer, die Rheintaler Mutter kaufmännische Angestellte, schrieb Alessandro Sgro bereits in der Kanti für die Lokalzeitung. Das Talent kam ihm 2002 in seiner Maturarbeit über sizilianische Fremdarbeiter im Oberrheintal zur Zeit der Schwarzenbach-Initiative (1970) zugute: «Abfahre, er chaiba Tschingga» (so ihr Titel) wurde mit dem nationalen Peter-Dolder-Preis gewürdigt. Nach der Rückkehr aus Bern waren Sgros Recherchefähigkeiten bei St.Galler Banken gefragt (Wegelin, Raiffeisen, zuletzt Acrevis), für unsere Zeitung verfasste er eine Börsenkolumne.

Inzwischen wohnhaft in Gais, verheiratet mit einer Kommunikationsfrau und Vater einer Tochter, widmet er sich nicht mehr den richtigen Aktien fürs Depot, sondern den grossen Themen und Zusammenhängen in der Denkfabrik für die «softurbane» Ostschweiz. Als Tennisspieler und früherer Fussballer im FC Altstätten («alle Positionen ausser Goalie») schätzt er spannende Ballwechsel und kreative Pässe. Sein süditalienischer Name mit den drei Konsonanten könnte griechischer oder nordafrikanischer Herkunft sein. Oder aber, diese Interpretation ist ihm die liebste, von Bündner Zuckerbäckern stammen, die nach Palermo auswanderten – ein Sgro denkt eben gern hin und zurück, bis sich die Kreise schliessen.

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