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Kommentar

Ein Schritt, aber nicht die Lösung

Die Wildhauser Bergbahnen wagen den Befreiungsschlag und schlagen eine fixe Verteilung des Geldes aus dem umstrittenen Tarifpool vor. Ganz uneigennützig ist der Vorschlag nicht. Und auch nicht ganz ungefährlich.
Regula Weik
Seilbahn auf den Chäserrugg. (Bild: Ralph Ribi)

Seilbahn auf den Chäserrugg. (Bild: Ralph Ribi)

Regula Weik (Bild: ub)

Regula Weik (Bild: ub)

Die Toggenburg Bergbahnen AG hatte die Wildhauser per Inserat wissen lassen, dass sie an deren Aktien interessiert ist. Das kam bei den Umworbenen nicht gut an. Sie empfanden das Vorgehen als unfreundliches Übernahmemanöver. Die Verantwortlichen beider Bahnunternehmen haben sich in der Folge über Monate öffentlich bekriegt. Auf Vorwürfe von hüben folgten Anschuldigungen von drüben. In den vergangenen Wochen ist es ruhiger um die Streitparteien geworden – jedenfalls in der Öffentlichkeit.

Gestern nun haben die Wildhauser Bahnbetreiber einen «Vorschlag zur Güte» auf den Tisch gelegt. Sie schlagen eine fixe Verteilung des Geldes aus dem gemeinsamen und umstrittenen Tarifpool vor – losgelöst von ihrer geplanten neuen Sesselbahn. Diese würde ihnen mehr Geld aus dem Pool eintragen. Die Wildhauser liessen dieses Zusatzgeld sausen – um Ruhe ins Tal zu bringen und zur Lösung des Streits beizutragen, wie sie sagen.

Ein wichtiges Signal. Selbst dann, wenn es nicht ganz uneigennützig erfolgt ist. Daraus darf den Wildhausern kein Strick gedreht werden. Sie sind zwingend auf die vom Kanton blockierten Fördergelder angewiesen; nur damit können sie die neue Anlage realisieren. Die Gelder fliessen allerdings nur dann, wenn die beiden Unternehmen zusammenarbeiten.

Die Wildhauser haben einen Schritt gemacht. Das ist gut so. Doch sie scheinen dabei die von allen Beteiligten akzeptierten Spielregeln vergessen zu haben – gemeinsam vorgehen, gemeinsam kommunizieren.
Ihr «Vorschlag zur Güte» könnte damit zum Bumerang für sie werden – und die Lösung des Konflikts scheint so fern wie eh und je.

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