«Ein normales Fussballspiel»

ST.GALLEN. Vor dem Derby in der AFG Arena zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Wil gehen bei den Fans die Emotionen hoch. Die Polizei bleibt ruhig und erwartet keine Zwischenfälle.

René Rödiger
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Der FC St.Gallen ist heute Abend auf Unterstützung angewiesen. (Archivbild: Michel Canonica)

Der FC St.Gallen ist heute Abend auf Unterstützung angewiesen. (Archivbild: Michel Canonica)

«Wir gehen von einem normalen Fussballspiel aus», sagt Petra Ludewig, Mediensprecherin der Stadtpolizei St.Gallen. Die Polizei habe im Vorfeld mit allen beteiligten Organisationen gesprochen und sei so zu diesem Schluss gekommen.

Grosse Geschichte
Ein Derby – besonders gegen Wil – ist aber für die Fans und die Spieler schon speziell. Zum einen wird einmal mehr die Erinnerung an das 11:3 für den «kleinen Bruder» des FC St.Gallens aus dem Jahr 2002 aufgewärmt, zum andern hat ein grosser Teil der Grün-Weissen eine Wiler Vergangenheit. Zündstoff ist also zumindest auf dem Platz vorhanden.

Wil könnte drei Ränge gutmachen
Für beide Teams steht neben dem Prestige auch in der Tabelle viel auf dem Spiel. Der FC St.Gallen muss nach der Vorlage von Lugano wieder gewinnen, um den Abstand weiterhin auf einem Punkt zu halten, der FC Wil könnte mit einem Sieg vom siebten auf den vierten Tabellenplatz vorrücken.

Neuer Zuschauerrekord?
Dies schlägt sich voraussichtlich auch in den Zuschauerzahlen nieder. Uli Forte, der Trainer des FC St.Gallens, erwartet bis zu 17'000 Fans in der AFG Arena. Die Polizei geht von rund 15'000 Besuchern aus, wie Petra Ludewig sagt. In beiden Fällen würde also der bisherige Zuschauerrekord von 13'965 (gegen Biel) gebrochen werden.

Noch Tickets erhältlich
Laut Ticketportal sind nur noch rund 3000 Plätze frei. Die AFG Arena bietet 19'694 Sitz- und Stehplätze. Somit sind bereits rund 16'500 Tickets verkauft worden. Ob diese Zahlen stimmen, darf jedoch bezweifelt werden. Über die Gratiseintritte und Saisonkartenbesitzer kann es jeweils zu stark abweichenden definitiven Zuschauerzahlen kommen.

Lange Wartezeiten erwartet
«Wir erwarten, dass die meisten Fans mit dem Auto anreisen werden», sagt Ludewig. Matchbesucher sollen früh anreisen und sich auf lange Wartezeiten bis ins Stadion bereit machen. Zumindest von der Affiche her sollten sie jedoch für diese Strapazen entlöhnt werden.

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