Kommentar
Ein neues Team übernimmt das Zepter im Regionalen Leistungszentrum Ostschweiz: Endlich – die Zeichen stehen auf Neuanfang

Für das Regionale Leistungszentrum Ostschweiz (RLZO) für Kunstturnen in Wil könnte nun der langersehnte Neuanfang gekommen sein. Der neue Präsident versprüht Optimismus und hält mit neuen Ideen nicht hinter dem Berg. Illusionen machen darf man sich jedoch nicht.

Odilia Hiller
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Odilia Hiller, Stv. Chefredaktorin.

Odilia Hiller, Stv. Chefredaktorin.

Bild: Michel Canonica

Zum ersten Mal seit langem ist am Regionalen Leistungszentrum Ostschweiz für Kunstturnen so etwas wie ein Hoffnungsschimmer zu verspüren. Der langersehnte Neuanfang könnte nun gekommen sein.

Der neue Präsident versprüht Optimismus, echtes Interesse an einer zeitgemässen Geschäftsführung und hält mit neuen Ideen nicht hinter dem Berg. Als ehemaliger Kunstturner, Unternehmer und Begleiter von Transformationsprozessen scheint er ein Glücksfall für den krisengeschüttelten Verein. Das Ziel, talentierte junge Turnerinnen und Turner für das nationale Kader vorzubereiten, rückt er absichtsvoll ins Zentrum seiner Strategie.

Zum ersten Mal überhaupt ist zu hören, dass am RLZO auf einen gesunden, ganzheitlichen sportlichen Ansatz wertgelegt werden soll. In Zeiten, wo Leistungssport immer wieder wegen Ethikproblemen, Missbrauchs und übler Machtspiele hinter den Kulissen in die Schlagzeilen gerät, sind das wichtige Zeichen.

Illusionen machen darf man sich jedoch nicht. Auf den neuen Vorstand warten Konfliktherde innerhalb der Turnfamilie, die seit Jahren schwelen. Und es wartet ein Cheftrainerinnenposten, der zurzeit mit jemandem besetzt ist, der wohl kaum für einen Neuanfang im Ostschweizer Frauenkunstturnen stehen kann.