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Kolumne

Ein kleiner Fisch steht vor einem grossem Sieg

Dossiersicher, eloquent und für jeden noch so aussichtslosen Wahlkampf zu haben: Der Grünliberale Ueli Fisch rüttelt an der Behaglichkeit der Thurgauer Politik.
Andri Rostetter
Debattiertempo über dem Thurgauer Normalhoch: Ueli Fisch. (Bild: Andrea Stalder)

Debattiertempo über dem Thurgauer Normalhoch: Ueli Fisch. (Bild: Andrea Stalder)


Nein, dieser Titel ist keinesfalls despektierlich gemeint. Zum einen ist Ueli Fischs Körpergrösse durchaus durchschnittlich. Zum anderen hat sich der Grünliberale kürzlich selber so bezeichnet. Als es am Podium der «Thurgauer Zeitung» zum Öffentlichkeitsgesetz um juristisch kleine Fische ging, sagte der 56-Jährige: «Der kleine Fisch steht hier am Tisch.» Ueli Fisch nimmt sich selber nicht immer ernst, seine Arbeit umso mehr. 2012 wurde er in den Thurgauer Grossen Rat gewählt. Seither rüttelt er an der politischen Behaglichkeit des Kantons, wo er kann.

Aktuell kämpft er an vorderster Front für die Einführung des Öffentlichkeitsgesetzes (der Thurgau ist einer der letzten Kantone ohne ein solches). Wo Fisch auftritt, ist das Debattiertempo meist deutlich über dem Thurgauer Normalhoch. Der Geschäftsführer und Inhaber zweier Textilfirmen ist, bei aller Ostschweizer Nüchternheit, stets erfrischend eloquent und dossiersicher.

Als er 2016 für den Regierungsrat kandidierte, unterlag er gegen FDP-Konkurrent Walter Schönholzer. Er sei keinesfalls der schlechtere Kandidat gewesen, hiess es damals an den Thurgauer Stammtischen, nur eben nicht in jener Partei, die im traditionsversessenen Kanton Anspruch auf den Regierungssitz hatte. Jetzt kandidiert Fisch für den Ständerat. Konkurrent ist SVP-Schwergewicht Köbi Stark. Chancen wird Fisch auch dieses Mal keine haben.

Einen Sieg wird Fisch dafür voraussichtlich im Mai feiern: Der Kampf um das Öffentlichkeitsgesetz ist praktisch entschieden, ein Ja so gut wie sicher. Die Thurgauer Grünliberalen haben zudem gute Aussichten, einen Nationalratssitz zu holen. So oder so: Fisch wird weiter an der politischen Behaglichkeit des Apfelkantons rütteln.

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