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Ein Gebeutelter wird gefeiert

Polaroid

Politik kann demütigend sein. Erich Zoller weiss das nur zu gut. Im Herbst 2016 musste der CVP-Mann mit Rheintaler Wurzeln erleben, wie er von der eigenen Partei fallen gelassen wurde. Zoller, damals Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, geriet zwischen die Fronten eines hässlichen Streits um die örtliche Kesb. Der Konflikt artete aus in eine eigentliche Schlammschlacht, mit fatalen Folgen: Zoller verpasste die Wiederwahl im ersten Wahlgang, die Partei setzte gegen seinen Willen auf einen anderen Kandidaten. Mit 58 stand Zoller plötzlich ohne Job da. Jeder andere hätte wohl den Bettel hingeworfen und der Partei den Rücken gekehrt. Nicht so Zoller. Der gelernte Programmierer blieb der CVP treu und versuchte sein Glück etwas weiter südöstlich: In Quarten suchten sie einen neuen Gemeindepräsidenten. Zoller kannte die Region. Von 1997 bis 2003 war er Präsident von Weesen, von 2003 bis 2011 stand er der Gemeinde Sargans vor. In Quarten schienen sie auf Zoller gewartet zu haben: Nachdem dort im ersten Wahlgang der bisherige Präsident eine Niederlage eingefahren hatte, war Zoller der Sprengkandidat. Prompt distanzierte er die gesamte Konkurrenz deutlich.

Seit Mittwoch ist Zoller nun einen weiteren Job los, diesmal aber freiwillig: Nach 17 Jahren ist er aus der Parteileitung der CVP St. Gallen zurückgetreten. An der Delegiertenversammlung vom vergangenen Mittwoch in Sargans wurde Zoller verabschiedet. Er habe der Partei «niemals die Treue gebrochen», hiess es in der Laudatio. Im Fall von Zoller ist das für einmal keine Floskel. (ar)

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