Ein Flickenteppich mit gemeinsamem Muster

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Netzwerk Die Begabtenförderung wird in der Schweiz seit Jahrzehnten diskutiert. 1998 gaben 13 Deutschweizer Kantone in Aarau eine Studie in Auftrag, um das Thema zu beleuchten. Als Resultat wurde unter anderem zwei Jahre später das Netzwerk Begabungsförderung gegründet, das heute von den Deutschschweizer Kantonen getragen wird. Die kantonalen Unterrichtskonzepte sind aber nach wie vor höchst unterschiedlich. Als einziger Ostschweizer Kanton hat St. Gallen eine Fachstelle für Begabungsförderung. Die Fachstelle unterstützt Lehrpersonen im Umgang mit begabten Kindern. Im November 2011 erliess die St. Galler Regierung zudem ein Konzept zur Hochbegabtenförderung. Teil dieses Konzeptes ist das sogenannte Enrichment (Anreicherung): Der Unterricht wird so gestaltet, dass Kinder mit besonderen Fähigkeiten individuelle Lernangebote erhalten. Dazu stellen die Regionalen Didaktischen Zentren den Lehrerinnen und Lehrern spezielle «Förderkoffer» zur Verfügung. Appenzell Ausserrhoden hat den Auftrag zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Begabungen im Jahr 2000 im Gesetz über Schule und Bildung formuliert: Ziel ist die «grösstmögliche Integration» an der Volksschule. Appenzell Innerrhoden kennt ebenfalls ein Förderkonzept. Dieses orientiert sich eng am Rahmenkonzept der Ostschweizer Erziehungsdirektoren. (ar)

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