Ein Appenzeller…

Freispiel

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Ein Appenzeller namens Popp

empfand es jedes Jahr als Flop,

mit Nelly in die Stadt zu laufen,

um die Geschenke einzukaufen.

Zur Weihnachtszeit erwarb sich Popp,

was nötig war, im Online-Shop.

Kurz vor dem Fest sprach er zu Nelly:

«Ich kaufe online bei Capelli

noch einen grossen Panettone»,

man feierte bei Popps nicht ohne,

doch war dies online nicht zu schaffen.

Für Popp hiess das, sich aufzuraffen

zu einem Gang ins Linsebühl.

Dort herrschte ein Verkehrsgewühl,

die Autos standen kreuz und quer,

längst gab es keinen Parkplatz mehr.

Beim Beck Capelli, welch Gedränge.

Popp rang sich mühsam durch die Menge,

riss einem Mann hart an der Wand

den Panettone aus der Hand,

schlug sich danach zum Beck hinüber

und brachte, zwar mit Nasenstüber,

der Nelly einen Panettone.

Er sagte ihr, dass es sich lohne,

statt einer Turnlektion am Morgen,

das Posten physisch zu besorgen

im Linsebühl, man treibe dort

tollen Einkaufssport.

Eugen Auer

Eine Auswahl der Glossen von Eugen Auer ist in Buchform erschienen. «Ein Appenzeller namens …», Bände 2 bis 4 sowie eine CD sind im Buchhandel oder unter www.appenzellerverlag.ch erhältlich.