Ein Appenzeller …

Ein Appenzeller namens Degen sah fröhlich dem Gesetz entgegen, das hoffentlich schon bald in Kraft und für den Fall der Vaterschaft dem Manne, der ein Kind erzeugt, auch wenn er es nicht selber säugt, das Recht auf Ferien zugesteht.

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Hr Eugen Auer Portraet für Gwondrig (Bild: Martina Basista)

Hr Eugen Auer Portraet für Gwondrig (Bild: Martina Basista)

Ein Appenzeller namens Degen

sah fröhlich dem Gesetz entgegen,

das hoffentlich schon bald in Kraft

und für den Fall der Vaterschaft

dem Manne, der ein Kind erzeugt,

auch wenn er es nicht selber säugt,

das Recht auf Ferien zugesteht.

Er sprach zu seiner Gattin Beth,

es wäre klug noch zuzuwarten,

bis wir den Zeugungsvorgang starten,

denn ist das neue Recht beschlossen,

und dir darauf ein Kind entsprossen,

kann ich mit meinen beiden Vettern

im Alpstein vierzehn Tage klettern.

Beth sagte, mir gefällt der Plan,

denn kommt dereinst ein Baby an,

wird meine Mutter bei uns wohnen,

das gibt mit dir bestimmt Friktionen.

Im Haus bist du dann fehl am Platz,

geh nur zum Klettern lieber Schatz,

wir Frauen schaffen es zu zweit,

lass uns nun in der Wartezeit,

bis sie die Ferien dir vergüten,

noch verhüten.

Eugen Auer

Eine Auswahl der Glossen von Eugen Auer ist in Buchform

erschienen. «Ein Appenzeller namens ...», Band 1 bis Band 3 sowie eine CD, sind im Buchhandel oder unter www.appenzellerverlag.ch

erhältlich.