Ein Appenzeller . . .

Der Appenzeller Peter Ganz sprach jüngst zum Nachbarn Stüdli Franz bei einem guten Glase Wein, es könnte beiden nützlich sein, wenn Stüdli seine Birke fällte, dann hätte er die Birken-Spälte und Ganz kein Laub in seinem Kies.

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Hr Eugen Auer Portraet für Gwondrig (Bild: Martina Basista)

Hr Eugen Auer Portraet für Gwondrig (Bild: Martina Basista)

Der Appenzeller Peter Ganz

sprach jüngst zum Nachbarn Stüdli Franz

bei einem guten Glase Wein,

es könnte beiden nützlich sein,

wenn Stüdli seine Birke fällte,

dann hätte er die Birken-Spälte

und Ganz kein Laub in seinem Kies.

Franz sprach spontan, er mache dies,

doch käme es der Einfahrt wegen

ihm eigentlich doch sehr gelegen,

wenn Peter seinen Zaun versetze,

der ja die Grenze eh verletze.

Gewiss, sprach Ganz, das Eisen roste,

jedoch was das Versetzen koste

und sonst an Aufwand noch bewirke,

sei höher als für Stüdlis Birke.

Zum Ausgleich wünsche er sich schon,

dass Franz die Grill-Installation

entferne und derart verschiebe,

dass aller Rauch dort drüben bliebe.

Franz rief erbost, das geht zu weit,

er wolle sicher keinen Streit,

dass aber Peter, wenn er wolle,

den Streit in Zukunft haben solle.

So leck, schrie Peter, mir am Füdli.

Vergrämt sind seither Ganz und Stüdli,

und gehen, sehen sich die zwei,

grusslos vorbei.

Eugen Auer

Eine Auswahl der Glossen von Eugen Auer ist

in Buchform erschienen. «Ein Appenzeller namens…»,

Bände 2 bis 3 sowie eine CD sind noch im Buchhandel

oder unter www.appenzellerverlag.ch erhältlich. Band 4 erscheint im Herbst.