Ehrgeizige Ziele in Kinder- und Jugendpolitik

ST. GALLEN. Die vorberatende Kommission des St. Galler Kantonsrats hat der neuen kinder- und jugendpolitischen Strategie der Regierung zugestimmt.

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ST. GALLEN. Die vorberatende Kommission des St. Galler Kantonsrats hat der neuen kinder- und jugendpolitischen Strategie der Regierung zugestimmt. Die Strategie setzt vor allem Akzente in der sogenannten frühen Förderung und der Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen sowie in der Umsetzung der Kinderrechte. Rund 20 Jahre nach dem letzten Bericht zeige sich: Der Kanton habe einen guten Stand erreicht, heisst es in einer Mitteilung.

Fokus auf frühe Förderung

Das Kind- und Jungsein hat sich in den vergangenen 20 Jahren stark verändert, beispielsweise durch die neuen Medien. Auch die Kindheit und die Jugend als Lebensphasen sind dynamisch. Deshalb will auch der Kanton nicht stehen bleiben, sondern sich weiterentwickeln. Die Kommission unterstützt diese Einschätzung der Regierung und sieht vor allem Handlungsbedarf bei Eltern mit kleinen Kindern in der frühen Förderung. Im Kindesschutz soll das bestehende Konzept weiterentwickelt werden. Die Umsetzung der Kinderrechte wie die Befragung und Anhörung in Verfahren müssten forciert werden. Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien und Heimen brauchten ebenfalls besondere Unterstützung.

Umsetzung kostet auch

Die Kommission unterstützt die «ehrgeizigen» Ziele der Regierung in der Kinder- und Jugendpolitik. Ohne Vereine, Verbände und Gemeinden könne die Umsetzung aber nicht gelingen. Die Zusammenarbeit habe sich bewährt, auch dank der Koordinationsarbeit des kantonalen Amtes für Soziales. Darauf könne aufgebaut werden. Auch ist sich die Kommission bewusst, dass Regierung und Verwaltung bei der Realisierung der Massnahmen auf politische Unterstützung angewiesen sind. Gerade wenn es um Mehrkosten gehe, werde das nochmals Anlass für Diskussionen geben. Die Kommission befürwortet aber das Massnahmenpaket des Kantons uneingeschränkt. (red.)