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EGNACH: 15 Millionen Schaden

Vier Jugendliche stehen im Verdacht, das Grossfeuer bei der Tobi Seeobst AG fahrlässig verursacht zu haben. Sie geben zu, dass sie auf dem Gelände waren.
Ida Sandl
Aufräumarbeiten auf dem Gelände der Egnacher Obstfirma Tobi nach dem Brand. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Aufräumarbeiten auf dem Gelände der Egnacher Obstfirma Tobi nach dem Brand. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Ida Sandl

ida.sandl@thurgauerzeitung.ch

Der Grossbrand auf dem Gelände der Tobi Seeobst AG in Egnach scheint gelöst: Vier Jugendliche, zwischen 14 und 16 Jahren, stehen im Verdacht, das Feuer fahrlässig verursacht zu haben. Die Jugendanwaltschaft Thurgau hat gegen sie eine Strafuntersuchung eröffnet. Das gab sie gestern bekannt. Die vier werden verdächtigt, «durch unsachgemässen Umgang mit Feuer den Brand verursacht zu haben». Allen sei für die Dauer der Strafuntersuchung ein Verteidiger zur Seite gestellt worden.

Die mutmasslichen Täter sind auf freiem Fuss

Die Jugendlichen stammen aus der Umgebung von Egnach. Bei der Befragung haben sie ausgesagt, dass sie am Freitagabend auf dem Firmengelände waren. Ausdrücklich weist die Jugend­anwaltschaft darauf hin, dass für die Beschuldigten bis zur Verurteilung die Unschuldsvermutung gelte. Die Jugendlichen ­seien auf freiem Fuss, sagt Matthias Graf, Sprecher der Kantonspolizei Thurgau. Der Schaden, den das Feuer angerichtet hat, liege bei 15 Millionen Franken, sagt Benno Neff, Geschäftsführer der Tobi Seeobst AG. 10 Millionen für die zerstörten Einrichtungen und Waren, 4 Millionen für das Gebäude und etwa 1 Million für Aufräumen und Rückbau. Noch nicht eingerechnet sei der Betriebsunterbruch. Neff ist erleichtert, dass die Ursache so schnell geklärt worden sei. «Nun können wir vorwärtsschauen.»

Das ist vor allem der intensiven Arbeit der Polizei zu verdanken. Am Freitag kurz nach Mitternacht seien die Brandermittler bereits auf dem Gelände gewesen, sagt Graf. Neben dem Brandermittlungsdienst waren Spezialisten der Kriminalpolizei, mehrere Patrouillen und der kriminaltechnische Dienst am Einsatzort. «Sie standen das ­Wochenende praktisch im Dauereinsatz.» Es seien etwa ein Dutzend Auskunftspersonen befragt worden. Nach dem Zeugenaufruf seien schnell viele Hinweise eingegangen. Alles zusammen ergab das Puzzle, das auf die Spur der Jugendlichen geführt habe.

Schon am Wochenende war klar, dass ein technischer Defekt als Ursache ausgeschlossen werden könne. Die Flammen zerstörten 1000 Tonnen Äpfel, ein Kühlhaus und 30000 leere Kunststoffharassen.

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