EDU Thurgau will zu den Werten der Schöpfung stehen

Die Partei hat sich für das laufende Jahr auch den Einsatz für den Wirtschaftsstandort und erneuerbare Energien auf die Fahne geschrieben.

Kurt Peter
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Präsentierten die Prioritäten der EDU (von links): Die Kantonsräte Christian Mader, Peter Schenk, Daniel Frischknecht, Lukas Madörin, Iwan Wüst (ganz rechts) und Parteipräsident Hans Trachsel.

Präsentierten die Prioritäten der EDU (von links): Die Kantonsräte Christian Mader, Peter Schenk, Daniel Frischknecht, Lukas Madörin, Iwan Wüst (ganz rechts) und Parteipräsident Hans Trachsel.

Kurt Peter

«Es ist uns wichtig, überall nach unseren Werten zu handeln: Vertrauen, Wahrhaftigkeit, Geduld, Mut und Selbstverantwortung sowie Sanftmut und Demut. Für die EDU ist die Ehe zwischen Mann und Frau unantastbar», erklärte Kantonalpräsident Hans Trachsel anlässlich der Jahresmedienkonferenz. Die EDU wolle an diesem Anlass einige Themen ansprechen, auch die Erweiterung des Antidiskriminierungsgesetzes um die sexuelle Orientierung. Dazu nahm Kantonsrat Daniel Frischknecht Stellung: «Der Schutz ist bereits festgehalten, es gibt genügend Straftatbestände, die angewendet werden können.» Das Gesetz sei abzulehnen, es führe zu Kriminalisierung von Meinungen und Zensur.

Endlich Seewasserenergie nutzen

Für Kantonsrat Peter Schenk «gibt es zwei Energiequellen, die der Kanton Thurgau bis jetzt nicht wirklich gewagt hat anzuzapfen, Geothermie und Seewasserenergie». Beide Energieträger seien unerschöpflich erneuerbar vorhanden. Seewasser sei mehrfach nutzbar, es lasse sich thermisch nutzen, es könne zu Trinkwasser aufbereitet oder zur Bewässerung genutzt werden. «Seewassernutzung bei 70 Kilometer Seeuferlänge erscheint uns mehr als nur sinnvoll, ein paar wenige Projekte sind bereits in Bewegung». Die EDU stehe hinter dem Kompromiss bei der Reform des Steuergesetzes, erklärte anschliessend Kantonsrat Iwan Wüst:

«Wir sind als EDU nicht mit allen Anpassungen glücklich, stehen aber voll hinter dieser Vorlage».

Die besondere Herausforderung vieler KMU-Betriebe sei der immer stärkere Preisdruck auf einer immer grösseren Produktpalette, meinte Kantonsrat Christian Mader. Grösstmögliche Wertschöpfung am Standort Thurgau sei immens wichtig, damit auch die Lehrlingsausbildung gewährleistet werden könne.

Detailhandel im Grenzkanton gefordert

«Als Unternehmer im Detailhandel und in der Gastronomie ist es mir ein besonderes Anliegen, dass wir auch in Zukunft faire Bedingungen haben», sagte Kantonsrat Lukas Madörin. Die Lage als Grenzkanton sei für den Detailhandel eine Herausforderung. Er unterstütze Förderprogramme für innovative Unternehmen im Klein-Detailhandel, die Ladenvielfalt solle weiterhin Bestand haben. «Gerade Gastronomie und Detailhandel bieten viele Stellen im Teilzeitbereich an, das soll erhalten bleiben».