EDEL ESSEN: Das sind die Ostschweizer Gourmet-Tempel

Fünf Aufsteiger und drei Neuentdeckungen hat der Gourmetführer Gault Millau in den Ostschweizer Kantonen ausgemacht. Hinzu kommen diverse Empfehlungen - und ein prominenter Abgang.

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Es bleibt bei 18 Punkten - auch beim Sohnemann: Christian Kuchler vom "Schäfli" in Wigoltingen. (Bild: Reto Martin)

Es bleibt bei 18 Punkten - auch beim Sohnemann: Christian Kuchler vom "Schäfli" in Wigoltingen. (Bild: Reto Martin)

Die Gastrokritiker des Gault Millau hatten sich schon auf ein spektakuläres Duell um die kulinarische Vorherrschaft in der Stadt St.Gallen eingestellt. Aber eine der besten Köchinnen der Schweiz machte ihnen einen Strich durch die Rechnung: Vreni Giger hat den "Jägerhof" bei den Olma-Messen verlassen und managt nun den Zürcher "Rigiblick". "Also ist der Weg fürs 'Einstein' frei", heisst es in einer Medienmitteilung zum Gault Millau 2017.

Dort kochen Sebastian Zier und Moses Ceylan und bringen es auf 17 Punkte und damit zum besten Restaurant der Gallusstadt. "Die beiden powern mit moderner Technik und Produkten aus aller Welt", loben die Food-Juroren. Auch "Einstein"-Sommelier Stephan Nitzsche erhält viel Lob - und eine Auszeichnung für die "Beste Schweizer Weinkarte".

Bad Ragaz mit einem Neuling und einem Aufsteiger
Zwei Neulinge ortet der Gault Millau in der Ostschweiz: Einerseits das Restaurant Igniv des Grand Resorts Bad Ragaz, das auf Anhieb 16 Punkte erreicht und dessen Chefkoch Silvio Germann zur "Entdeckung des Jahres" gekürt worden ist. Neu in der Gourmet-Bibel befindet sich auch das "Am Gallusplatz" in St.Gallen (13 Punkte).

Aufgestiegen sind die "Villa am See" in Goldach (16 Punkte), das "Landhaus" in Rheineck (14 Punkte) sowie das "Golf Restaurant" (14 Punkte), das ebenfalls Teil des Grand Resort Bad Ragaz ist.

Wie der Vater, so der Sohn
Im Thurgau ist ein Gespann am Werk, das seit Jahren zuoberst auf der Bestenliste steht: Wolfgang und Christian Kuchler vom "Schäfli" in Wigoltingen. Wobei Vater Wolfgang die Leitung an seinen Sohn Christian abgegeben hat. Geschadet hat dies nicht, im Gegenteil: "Christian Kuchler ist der Aufgabe erwartungsgemäss gewachsen und verteidigt die hohen 18 Punkte", heisst es im Gault Millau. Neue Ideen seien dazugekommen, die "grandiosen Fonds und Saucen sind (glücklicherweise) geblieben".

Neu in der gehobenen Thurgauer Gastronomie ist die "Linde" in Tägerwilen (12 Punkte), aufgestiegen ist das "Lion d'Or" in Lipperswil (14 Punkte).

Der Aufsteiger des Appenzellerlandes befindet sich in Heiden. Dort spiele Tobias Funke sein ganzes Talent aus, rühmen die Gastrokritiker. Funke kocht in der "Fernsicht", die neu 16 Punkte verzeichnet. (red.)