E-Zigis nur noch im Fumoir

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Neuregelung Der Konsum von elektronischen Zigaretten in öffentlich zugänglichen Räumen wie Bars und Restaurants ist gesetzlich bislang nicht geregelt. Der Grund: E-Zigaretten gelten aktuell als Gebrauchsgegenstände und fallen als solche nicht unter das Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen.

Mit dem neuen Tabakproduktegesetz, dessen zweiter Entwurf bis Ende März in der Vernehmlassung war, will der Bund dies ändern. Mit dem Gesetz sollen E-Zigaretten künftig als Tabakprodukte gelten – Verkauf, Werbung und Konsum sollen damit den gleichen Einschränkungen unterliegen wie andere Tabakwaren. Das hiesse auch: Elektronische Zigaretten dürften in Bars und Restaurants ebenfalls nur noch in Fumoirs konsumiert werden.

Es wäre eine Einschränkung, mit der die Wirte im Kanton St. Gallen wohl gut leben könnten. «E-Zigaretten waren an den Verbandsversammlungen bis anhin kein Thema», sagt Walter Tobler, der Präsident des Kantonalverbands Gastro St. Gallen. Er sei grundsätzlich gegen staatliche Regulierung und für die unternehmerische Freiheit der Gas­tronomen. Doch Gäste, die elektronische Zigaretten dampften, gebe es ohnehin «äusserst selten».

Auch im Thurgau sind E-Zigaretten und deren gesetzliche Regulierung kaum ein Thema für die Gastrobetriebe. «Bei grösseren Anlässen in meinem Restaurant gibt es vielleicht mal ein oder zwei Leute, die eine E-Zigi rauchen. Das tun sie dann aber ohnehin vor der Tür», sagt Ruedi Bartel, Präsident von Gastro Thurgau. (hae)