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Dunkle Ostern 1917

«Es war vor zwei Jahren im Grenzbesetzungsdienste unten an der elsässischen Grenze. Da stand einer in einer durch ihre prächtigen Glasgemälde berühmten Kirche. Wie gebannt stand er da. Nur eines störte den Eindruck: die Kanonen donnerten so vernehmlich herüber vom Elsgau und rissen einen aus der gehobenen Stimmung wieder zurück in die grauenvolle Wirklichkeit. Doch nein – da war ein Bild, das einem mitten in den Lärm der Tod und Verderben bringenden Geschütze hinein wie zu einer Offenbarung wurde: Christus auferstehend, emporsteigend aus seinem Felsengrab, und daneben die Wächter, römische Soldaten, zu Boden geworfen, vor Schrecken wie tot. Christus der Sieger, Kriegsgott Mars der Besiegte! Wie tröstend, verheissend, erhebend trug einen das Bild hinweg über Soldatendienst, Geschützdonner und Schlachtenberichte. [...] Dunkle Ostern!»

Aus dem St. Galler Tagblatt vom 7. April 1917.

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