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Dürfen wir vorstellen: Diese sieben Frauen könnten den Kanton St.Gallen in 20 Jahren regieren

Frauen sind in der St.Galler Politik notorisch untervertreten. Wir haben uns gefragt: Was wäre, wenn der Kanton in 20 Jahren von sieben Frauen regiert würde?
Andri Rostetter
Sieben Frauen, sieben Ansichten: Anna Bleichenbacher, Franziska Ryser, Salome Zeintl, Nadine Niederhauser, Andrea Oertle, Manuela Ronzani, Sarah Bünter (v.l.). (Bild: Benjamin Manser, 11. Juni 2019)

Sieben Frauen, sieben Ansichten: Anna Bleichenbacher, Franziska Ryser, Salome Zeintl, Nadine Niederhauser, Andrea Oertle, Manuela Ronzani, Sarah Bünter (v.l.). (Bild: Benjamin Manser, 11. Juni 2019)

Frauen und Politik? Im konservativ geprägten Kanton St. Gallen war das schon immer ein schwieriges Thema. Die St.Galler Männer nahmen das kantonale Stimm- und Wahlrecht für Frauen erst 1972 an, ein Jahr nach der Einführung des Frauenstimmrechts auf Bundesebene. Bis die erste Frau in die St.Galler Regierung gewählt wurde, mussten nochmals 24 Jahre vergehen: 1996 zogen Rita Roos (CVP) und Kathrin Hilber (SP) in das höchste Gremium des Kantons ein. Seither ist der Anteil der Frauen in der St.Galler Politik zwar kontinuierlich gestiegen.

Zehn Gemeinden ohne Frauenvertretung

Die Dominanz der Männer ist aber nach wie vor ungebrochen, wie ein kurzer Blick in die Statistiken zeigt: Im 120-köpfigen Kantonsparlament sitzen 25 Frauen. Von den 77 Gemeinden des Kantons werden sieben von Frauen präsidiert, in zehn Gemeinden sitzt keine einzige Frau im Gemeinderat.

Von den 77 Gemeinden des Kantons werden sieben von Frauen präsidiert, in zehn Gemeinden sitzt keine einzige Frau im Gemeinderat.

Von den zwölf St.Galler Sitzen im Nationalrat sind drei von Frauen besetzt, die beiden Mandate im Ständerat sind seit der Wahl von Benedikt Würth (CVP) am 19. Mai erstmals seit 1995 wieder komplett in Männerhand. Unter den 116 Regierungsräten, die der Kanton seit seiner Gründung 1803 hatte, waren gerade mal vier Frauen. Seit sieben Jahren wird der Kanton von sechs Männern und einer Frau regiert.

Der Kanton und die Frauen in 20 Jahren

Wie sieht die St.Galler Politik in 20 Jahren aus? Ist es denkbar, dass von einem reinen Frauengremium regiert werden? Wir haben das Szenario mit sieben jungen Politikerinnen durchgespielt. Wir haben sie gefragt, wie sie sich den Kanton St. Gallen und die Ostschweiz im Jahr 2039 vorstellen. Und wir baten sie, ihre politischen Vorstellungen und Wünsche zu formulieren.

Was bedeutet die Frauenregierung für den Kanton? Für die Politik? Für die Frauen? Wie sieht die Ostschweiz in 20 Jahren aus? Was haben wir erreicht, was nicht? In einem Punkt sind sich alle einig: Im Jahr 2039 wird die Ostschweiz ziemlich anders aussehen. Und die Frauen werden in der Politik eine ganze andere Rolle spielen.

Anna Bleichenbacher (SP)

Eine Bodensee-Universität – aber kein Flugplatz mehr

Anna Viola Bleichenbacher, Jahrgang 1997, studiert Rechtswissenschaften in Basel und ist im Vorstand der SP Rorschach. (Bild: Benjamin Manser)

Anna Viola Bleichenbacher, Jahrgang 1997, studiert Rechtswissenschaften in Basel und ist im Vorstand der SP Rorschach. (Bild: Benjamin Manser)

«Dank der verstärkten Zusammenarbeit in der trinationalen Bodenseeregion konnte sich die Ostschweiz zur Boomregion der Schweiz entwickeln. Besonders hervorzuheben ist die neu entstandene Volluniversität Bodensee mit Standorten in St.Gallen, Bregenz und Konstanz. Die direkten Zugverbindungen nach ganz Europa erlaubten es uns, den klimaschädlichen Flugbetrieb in Altenrhein einzustellen und dort bezahlbare Wohnungen sowie Gewerbeflächen zu errichten.

Die Bevölkerung geniesst dank eines Zusammenschlusses der Ostschweizer Spitäler eine hervorragende Gesundheitsversorgung: Das Kantonsspital wurde durch die neue medizinische Fakultät als Universitätsspital etabliert und in den Regionen garantieren Gesundheitszentren die medizinische Grundversorgung. Die akut überalterte Gesellschaft sorgt für immer neue Finanzierungslücken in der Altersvorsorge. Bis dato hangelten wir uns von Reform zu Reform, doch eine generationengerechte Lösung ist auch im Jahr 2039 noch nicht gefunden.

Sollte mich das Volk bei den kommenden Wahlen in den Ständerat wählen, wäre die nachhaltige Finanzierung der AHV meine erste Priorität. Im Kanton konnten wir in den vergangenen Jahren als reine Frauenregierung bereits mutige Entscheide treffen. Wir können jetzt die Früchte des jahrhundertelangen Kampfs der Frauenbewegungen für politische Teilhabe ernten. Am Ziel sind wir aber nach wie vor nicht. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt eine Herausforderung, an deren Lösung letztlich alle Geschlechter beteiligt sein müssen.»

Franziska Ryser (Grüne)

Magnetschwebebahn und Mami-Tag

Franziska Ryser, Jahrgang 1991, ist Maschineningenieurin Msc ETH, Stadtparlamentarierin und Co-Präsidentin der Grünen Stadt St.Gallen. (Bild: Benjamin Manser)

Franziska Ryser, Jahrgang 1991, ist Maschineningenieurin Msc ETH, Stadtparlamentarierin und Co-Präsidentin der Grünen Stadt St.Gallen. (Bild: Benjamin Manser)

«Die wohl grösste Veränderung in den letzten Jahren im Kanton war nicht etwa die Fusion von St. Gallen und Rorschach zu einer Metropolitanregion mit Seeanschluss, sondern der Bau der Hochgeschwindigkeits-Monorail. Die Magnetschwebebahn rückt die Regionen unseres Kantons näher zusammen: Vom Naherholungsgebiet neben dem Bodensee ist man in 13 Minuten in den Hügeln des Sarganserlandes, vom urbanen Wattwil in 16 Minuten im Wirtschaftszentrum Altstätten.

Die Investition in innovative Technologie hat sich gelohnt: Der Kanton St. Gallen ist Vorreiter in Sachen nachhaltiger Mobilität. Nachdem ich den Kanton 12 Jahre in Bern vertreten durfte, ist das Mandat im Regierungsrat nun eine Herzensangelegenheit: Hier kann ich wieder an konkreten Lösungen für den Kanton mitarbeiten, zum Beispiel die letzte Etappe des CO2-Ausstieges. Sieben Frauen in der Regierung? Das funktioniert sehr gut, Meinungsverschiedenheiten klären wir konstruktiv.

Diversity ist aber auch jetzt noch ein wichtiges Thema. Wir diskutieren im Moment über eine Männerquote, um den Anteil der Politiker zumindest im Kantonsparlament zu erhöhen. Die Situation der Frauen in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren weiter verbessert. Es ist uns gelungen, den Gleichstellungsartikel aus den 1980ern zur gelebten Gleichstellung weiterzuentwickeln. Heute kann ich als Regierungsrätin einen wöchentlichen Mami-Tag beziehen und für meine Kinder da sein – vor 20 Jahren hätte eine Frau dafür als schlechte Mutter gegolten, ein Mann als schlechter Regierungsrat.»

Salome Zeintl (Jungfreisinnige)

Es kommt längst nicht mehr auf das Geschlecht an

Salome Zeintl, Jahrgang 1996, arbeitet als KV-Angestellte, studiert Wirtschaftsrecht an der ZHAW in Winterthur und ist Präsidentin Jungfreisinnige Wil. (Bild: Benjamin Manser)

Salome Zeintl, Jahrgang 1996, arbeitet als KV-Angestellte, studiert Wirtschaftsrecht an der ZHAW in Winterthur und ist Präsidentin Jungfreisinnige Wil. (Bild: Benjamin Manser)

«Den Frauen im Jahr 2039 geht es noch besser als vor 20 Jahren. Vieles, wofür unsere Frauen-Generation noch kämpfen musste, ist in Erfüllung gegangen. Wir müssen keine Debatte über Gleichstellung mehr führen. Die Lohngleichheit ist eine Selbstverständlichkeit, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowieso. Es ist deshalb auch keine Überraschung mehr, wenn sich eine Frau für eine politisches Amt aufstellen lässt.

Dass St.Gallen von sieben Frauen regiert wird, war den Online-Newsportalen nur noch eine Kurzmeldung wert (gedruckte Zeitungen gibt es seit zehn Jahren keine mehr). 2039 hat die Ostschweiz endlich gelernt, über Kantonsgrenzen, ja sogar Landesgrenzen, enger zusammenzuarbeiten. Der Föderalismus bringt uns zwar immer noch sehr viele Vorteile, aber heute wird etwa in Sachen Gesundheits- oder Bildungswesen nicht mehr nur innerhalb der Regionen gedacht, sondern ohne Blick auf die Grenzen nach pragmatischen Lösungen gestrebt.

Die Spitalregion Ostschweiz ist längst Realität, es gibt noch drei grosse Zentrumsspitäler im Dreieck Frauenfeld-St.Gallen-Rapperswil-Jona, der Rest der Region ist mit gut funktionierenden Notfallzentren und Ärztezentren bestens versorgt. Im Jahr 2039 wird der Kanton St. Gallen zwar von Frauen regiert. Aber es ist selbstverständlich, dass es nicht auf das Geschlecht ankommt, sondern auf die Person und ihre Kompetenzen. Deshalb ist es für die Politik wichtig, dass Frauen und Männer miteinander regieren und ihre Fähigkeiten in einbringen. Die politische Diskussion lebt von der Vielfalt!»

Nadine Niederhauser (Grünliberale)

Diskriminierung und Sexismus sind Geschichte

Nadine Niederhauser, Jahrgang 1982, ist Augenärztin und Mutter. Sie ist St.Galler Stadtparlamentarierin und präsidiert die Grünliberale Partei Kanton St.Gallen. (Bild: Benjamin Manser)

Nadine Niederhauser, Jahrgang 1982, ist Augenärztin und Mutter. Sie ist St.Galler Stadtparlamentarierin und präsidiert die Grünliberale Partei Kanton St.Gallen. (Bild: Benjamin Manser)

«Vor meinem wohlverdienten Ruhestand blicke ich mit Befriedigung auf meine Amtszeit als Regierungsrätin zurück. An der historisch gewachsenen politischen Gliederung des Kantons hat sich nichts geändert, obwohl sich zu Beginn meiner Amtszeit der Stadt-Land-Graben vertieft hat. Dank einer innovations- und wirtschaftsfreundlichen Politik ist es mir aber gelungen, die Abspaltung der Stadt St. Gallen vom restlichen Kanton zu verhindern.

Durch Stärkung der wichtigsten Standortfaktoren leistet jede Region einen wertvollen Beitrag zur schweizweit glanzvollen Ausstrahlung unseres Kantons, der als Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitsraum äusserst begehrt ist. Die verdichteten Städte und grösseren Gemeinden bieten attraktiven und erschwinglichen Wohnraum und sind Zentren für Innovation, Bildung und Fortschritt. Der Kanton hat eine Vorreiterrolle im Klimaschutz eingenommen und ist seit ein paar Jahren CO2-neutral unterwegs. Eine nachhaltige Landwirtschaft mit Biodiversität wird garantiert, nicht zuletzt durch die hohe Nachfrage nach deren Produkten.

2039 ist es selbstverständlich, dass leitende Positionen in Politik und Wirtschaft mit Frauen besetzt sind. Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder Sexismus sind Geschichte. Gleichstellung von Mann und Frau ist eine Selbstverständlichkeit. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Jobsharing und Homeoffice, aber auch Anerkennung für Hausarbeit, Pflege von Angehörigen und Kindererziehung ermöglichen die Vereinbarkeit von Familie und Karriere für beide Geschlechter und tragen zum Wohlbefinden aller bei.»

Andrea Oertle (Operation Libero)

Bürgerdienst und gleiches Rentenalter für alle

Andrea Oertle, Jahrgang 1990, hat in Zürich und Luzern Internationales Recht, Politik und Geschichte studiert und arbeitet als Campaignerin. (Bild: Benjamin Manser)

Andrea Oertle, Jahrgang 1990, hat in Zürich und Luzern Internationales Recht, Politik und Geschichte studiert und arbeitet als Campaignerin. (Bild: Benjamin Manser)

«Europa ist gefestigt aus den Angriffen auf die freiheitlichen Errungenschaften hervorgegangen – und die Schweiz gestaltet mit in einem Europa der Zusammenarbeit. Im Kanton St. Gallen wechselt die Kantonshauptstadt alle vier Jahre ihren Sitz in einem festgelegten Turnus: Der Sitz wandert von St.Gallen nach Sargans, Altstätten, Wattwil und wieder nach St.Gallen. Seither fühlen sich alle Regionen dem Kanton zugehörig und der Politik der Kantonshauptstädte sehr viel näher.

Ich konnte dazu beitragen, der Politikverdrossenheit der Bevölkerung entgegenzuwirken. Auch die Operation Libero Ostschweiz, welche ich vor genau 20 Jahren mitgegründet habe, floriert. Die Ehe für alle ist Realität, die Wohnsitzfristen in Bezug auf Einbürgerungen auf kantonaler Ebene abgeschafft. Die St.Galler Frauenregierung hat gesellschaftliche Defizite in den Fokus gestellt, die viel zu lange beiseite geschoben wurden: Lohngleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und damit gleiche Karrierechancen für Frau und Mann, Besserstellung von Care-Arbeit.

Der Kanton konnte sich als Vorreiter in diesen Fragen positionieren. Dies hatte auch Einfluss auf den Rest der Schweiz. So finden dank der endlich Tatsache gewordenen Lohngleichheit Themen eine Mehrheit, bei denen das noch im Jahr 2019 undenkbar gewesen wäre, wie ein Bürgerdienst oder die Angleichung des Rentenalters. Zwar ist die Gleichstellung noch nicht erreicht. Aber Frauen sind heute nicht nur in der Politik gut vertreten, sondern besetzen auch in der Privatwirtschaft häufig Kaderpositionen. War auch höchste Zeit!»

Manuela Ronzani (SVP)

Vaterschaftsurlaub – aber zum Glück keine Quoten

Manuela Ronzani, Jahrgang 1990, studiert Rechtswissenschaften an der HSG und sitzt für die Junge SVP im St.Galler Stadtparlament. (Bild: Benjamin Manser)

Manuela Ronzani, Jahrgang 1990, studiert Rechtswissenschaften an der HSG und sitzt für die Junge SVP im St.Galler Stadtparlament. (Bild: Benjamin Manser)

«Auf dem Weg ins Regierungsgebäude im autonomen H2-Auto – Parkplätze mussten wegen der technologischen Entwicklung wieder mühsam erstellt werden – passiere ich mit Stolz den ICT-Medtech-Cluster in St.Fiden. Die Überdachung des Areals hat sich gelohnt. Zahlreiche Firmen haben sich hier angesiedelt und die St.Gallen-Bodensee-Area, vor allem aber die Stadt St.Gallen wurden dadurch produktiver.

Wir konnten Bürokratie abbauen und die Steuern für juristische Personen senken. Dank den zusätzlichen Steuereinnahmen sind wir nun ein NFA-Geberkanton. Das war ein wichtiges Legislaturziel, das wir als Team erreicht haben. Durch attraktive Arbeitsplätze in fortschrittlichen Firmen ist unser Kanton bekannt für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Vaterschaftsurlaub auf freiwilliger Basis – ohne staatlichen Zwang – in fast allen Unternehmungen angeboten. So konnten viele Tech-Talents angeworben werden. Arbeitnehmende pendeln täglich aus Zürich in die Ostschweiz.

Übrigens wird der Kanton Zürich von einem reinen Männergremium regiert. Es interessiert niemanden mehr, welches Geschlecht eine Person hat. Heute, im Jahr 2039 zählen endlich nur noch Kompetenz und Ideen. Frauen und Männer lenken als ebenbürtige Partner Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Zum Glück hat man vor 20 Jahren auf kontraproduktive Massnahmen wie Quoten verzichtet. Man ist zur Besinnung gekommen, beendete die systematische Bevorzugung des weiblichen Geschlechts und gab der Gesellschaft die Zeit, sich einzupendeln.»

Sarah Bünter (Junge CVP)

Cyber-Valley, Seidenstrasse und Elternzeit

Sarah Bünter, Jahrgang 1993, studiert an der HSG Internationale Beziehungen und ist Präsidentin der Jungen CVP Schweiz. (Bild: Benjamin Manser)

Sarah Bünter, Jahrgang 1993, studiert an der HSG Internationale Beziehungen und ist Präsidentin der Jungen CVP Schweiz. (Bild: Benjamin Manser)

«Wir haben es geschafft: Die Stadt St. Gallen ist im Jahr 2039 das Zentrum der trinationa- len Metropolitanregion St. Gallen-Bodensee-Rheintal. Damit hat die Stadt und mit ihr die Ostschweiz national und international eine völlig neue Bedeutung erlangt. Das Rheintal-Valley ist heute bekannt für das nationale Kompetenzzentrum für Cyber-Security und zählt zu den weltweit führenden Technologiestandorten.

Als Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartementes bin ich stolz, dass die unterirdischen Logistikhubs in Gossau und St. Gallen die Städte vom Güterverkehr komplett entlasten und damit die Lebensqualität deutlich verbessern. Weitere nachhaltige verkehrstechnische Entwicklungen folgen. Ein Highlight war zudem die diesjährige Einweihung der aus der Textilblütezeit berühmt-berüchtigten direkten Zugverbindung von St. Gallen nach Paris – quasi die neue Seidenstrasse Europas. Besonders erfreulich ist auch, dass die Kostenbremse im Gesundheitswesen ihre Früchte trägt und wir die Gesundheitskosten endlich stabilisieren konnten.

Obwohl die aktuelle Frauenregierung im Kanton St. Gallen interessant ist, bin ich überzeugt, dass ein bisschen Mann in der Regierung auch Platz haben darf. Die heutige Zusammensetzung zeigt, dass sich die Rollenbilder ohne Quoten verändert haben. Meilensteine dafür waren die vor 15 Jahren schweizweit eingeführte Elternzeit und die Betreuungsmöglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Diese Entwicklungen haben dem Kanton St.Gallen eine gesunde Dynamik verliehen.»

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