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Drohnen dürfen über Stadt flitzen

Drei Tage lang werden in der zweiten Oktoberwoche Drohnen über den Rapperswiler Schlosshügel sausen. Der Bund hat das erste internationale Drohnenrennen in der Schweiz bewilligt.
Pascal Büsser
Für das Drohnenrennen in Rapperswil-Jona soll das Schloss als Kulisse genutzt werden. (Bild: Claudia Schildknecht)

Für das Drohnenrennen in Rapperswil-Jona soll das Schloss als Kulisse genutzt werden. (Bild: Claudia Schildknecht)

Rapperswil-Jona ist vom 11. bis 13. Oktober als erster Austragungsort in der Schweiz für ein internationales Drohnenrennen vorgesehen – den Drone Grand Prix Lake Zürich. Der Event hat die wichtigste Hürde genommen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hat grünes Licht für den Anlass der Drone Champions League (DCL) gegeben. Die Zusage aus Bern war zu erwarten, nachdem das Bazl bereits ein Rennen des gleichen Veranstalters in Vaduz genehmigt hatte. Noch ausstehend ist die Bewilligung des Anlasses durch die Stadt. «Wir brauchen noch einige Unterlagen zur geplanten In­frastruktur sowie zum Betriebs- und Verkehrskonzept», erklärt Stadtpräsident Martin Stöckling. Die Stadt habe aber im Grundsatz eine Bewilligung in Aussicht gestellt, weil man im Event mehr Vor- als Nachteile sehe. Stöckling hat sich mit Tourismuschef Simon Elsener und Prorektor Alex Simeon von der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) vor gut einem Monat das Rennen der DCL-Serie in München angeschaut.

Sich als innovativer Ort zeigen

Stöcklings Fazit: «Die Rennen sind spannend, spektakulär und betreffend Infrastruktur und Logistik in unserer Stadt vertretbar.» Die rund 700 Gramm schweren Renndrohnen flitzen mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde durch die Luft.

Der dreitägige Rennevent soll ausschliesslich auf dem Schlosshügel und im Bereich der Stadtbadi stattfinden. Wegen der übersichtlichen Lage für Zuschauer und dem Schloss als Kulisse. Das hat auch Kritiker auf den Plan gerufen. Der Verein Wohnliche Altstadt befürchtet, dass der Event störenden Drohnenflügen von Privaten über der Altstadt Vorschub leistet. Grundsätzlich gilt in der ganzen Stadt ein Flug­verbot für Drohnen über 500 Gramm.

«Wir sind mit den Altstadtbewohnern im Kontakt, um Massnahmen gegen unerwünschte Drohnenflüge zu definieren», erklärt Stöckling. Geplant ist zudem ein ausgedehntes Rahmenprogramm an der HSR. Die Hochschule werde nicht nur diverse Drohnenanwendungen zeigen, an denen sie forscht. Es seien auch Vorträge über die Regeln beim Drohnenflug geplant. «Ein solches Rahmenprogramm gibt es sonst nirgends», sagt Stöck­ling. Der Anlass sei deshalb für die HSR wie auch die Stadt eine Chance, sich als Stätten der Innovation zu positionieren.

Getrennter Bereich für Hirsche

An einen beträchtlichen Werbeeffekt glaubt man auch bei Rapperswil Zürichsee Tourismus. Noch sind Drohnenrennen zwar einer breiten Öffentlichkeit kaum bekannt. Den Sport gibt es erst seit 2015. Doch laut dem Veranstalter DCL verfolgt weltweit bereits ein Millionenpublikum die Rennen auf verschiedenen Kanälen. Neben dem Streaming im Internet übertragen gemäss DCL auch 27 TV-Stationen in 76 Ländern die Rennserie.

Bei den Zuschauern vor Ort rechnen Stadt und Veranstalter – je nach Wetter – mit einigen hundert bis zu einigen tausend Personen.

Für die Hirsche, die Rapperswil Zürichsee Tourismus als Attraktion auf dem Schlosshügel weiden lässt, plane man mit Zäunen, Netzen und Planen einen abgesperrten Bereich zu schaffen, wo sie «ihre Ruhe haben», erklärt Villiger.

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