Drillinge proben für «Alperöösli»

Die Mädchen Jael, Alessia und Kiara Vils rutschen unruhig auf ihren Stühlen hin und her, Jael kaut an ihren Haarspitzen. «Wann kommt er endlich?», fragt sie ihre Mutter. Die Drillinge erwarten Besuch, genauer gesagt ihren Gesangs-Paten.

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Die Mädchen Jael, Alessia und Kiara Vils rutschen unruhig auf ihren Stühlen hin und her, Jael kaut an ihren Haarspitzen. «Wann kommt er endlich?», fragt sie ihre Mutter. Die Drillinge erwarten Besuch, genauer gesagt ihren Gesangs-Paten. Als dieser den Proberaum betritt, staunen die 8jährigen Mädchen. «Sie sind ja gar nicht Röbi Koller», entfährt es Alessia. «Möchtet Ihr trotzdem mit mir üben?», fragt ein überraschter und lachender Ueli Schmezer und fügt an: «Ich entschuldige mich jetzt schon dafür, wenn ich Euch nicht auseinanderhalten kann».

Neue Samstagabendsendung

Dem Musiker und Kassensturz-Moderator Ueli Schmezer sowie den erwarteten 400 000 Fernsehzuschauern werden die Namen der Drillinge bald geläufig sein. Die 8jährigen Mädchen aus dem st. gallischen Oberbüren sind Kandidatinnen in der neuen Samstagabendsendung «Alperöösli – die Schweizer Kinder-Musikshow», welche am 27. April auf SRF 1 ausgestrahlt wird.

Im Kinder-Pendant zu «Alpenrosen» treten sieben Kinder und Jugendliche gegeneinander an. Konkurrenz erhalten die Drillinge mit Ramona und Marina Gätzi aus Unterterzen aus dem eigenen Kanton. Jael siehts gelassen: «Wir müssen nicht gewinnen. Mama sagte, wir dürfen auch so mitmachen».

Trio Eugster statt Justin Bieber

Für die Drillinge ist es nicht der erste Auftritt im Rampenlicht. Im letzten Jahr standen sie für die Sendung «Happy Day», – damals moderiert von Röbi Koller – vor der Kamera und sangen mit dem Trio Eugster ein Medley. Das sei aufregend gewesen, sagt Jael, unterdessen sei ihnen aber vieles vertraut. «Wir haben keine Angst mehr vor der Kamera», sagt sie und klingt schon fast wie ein kleiner Profi.

Mutter Rosy Vils schmunzelt, wenn sie ihre Tochter sprechen hört. Andere Kinder in diesem Alter vergöttern Justin Bieber oder hören Miley Cyrus, «meine Töchter mögen Schweizer Volksmusik und singen Lieder vom Trio Eugster», sagt sie lachend.

Singen würden die Mädchen sowieso bei jeder Gelegenheit, zusammen mit dem Kindertrachtenchor Fürstenland sogar auf kleineren Konzertbühnen. «Wir hatten nie Angst, vor Publikum zu singen, im Gegenteil, wir fühlen uns sicher, und es macht Spass», sagt Jael.

Text lernen fürs Sparkässeli

An ihrer Textsicherheit müssen die drei Mädchen für die grosse Live-Sendung «Alperöösli» aber noch üben. Mit Ueli Schmezer proben sie das Lied «S‘ Zündhölzli» von Mani Matter, jede übernimmt eine Strophe. «Der Text ist schwierig, und wir verstehen den Berner Dialekt nicht immer», sagt Jael. Ihre Mutter hat aber einen Weg gefunden, ihre Töchter zu motivieren: «Sie gab uns je fünf Franken fürs Sparkässeli. Danach ging das Lernen viel besser.»

Nina Ladina Kurz

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