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Drei Züge nach irgendwo

ST. GALLEN. Die SBB bauen ihr Zugsangebot stetig aus – auch in der Ostschweiz. Doch verlässliche Angaben, wo diese Züge unterwegs halten, können die neuen Anzeiger und Monitoren in den Bahnhöfen nicht liefern. Zum Ärger der Reisenden.
Peter Hummel
Lückenhafte Information: LCD-Anzeigen am St. Galler Hauptbahnhof. (Bild: Benjamin Manser)

Lückenhafte Information: LCD-Anzeigen am St. Galler Hauptbahnhof. (Bild: Benjamin Manser)

Bahnkunden sind seit Jahrzehnten mit dem Rascheln der bewährten Fallblattanzeigen vertraut: Sie vermittelten in kompakter Form sämtliche nötigen Informationen. Weil aber die Lieferanten nicht mehr in der Schweiz vertreten und Reparaturen und Unterhalt aufwendig geworden sind, ist die Umstellung der rund 2000 Fallblattmodelle auf LCD-Anzeiger im Gang. In St. Gallen erfolgte der Austausch der Perronanzeigen 2014.

«Lückenhafte Darstellung»

Für die Schweizer Eisenbahn-Revue sind die neuen Geräte ein Rückschritt: «Man könnte erwarten, dass die mit moderner Technologie arbeitenden, flexibel programmierbaren Anzeiger eine Verbesserung der Informationsqualität erlauben. Doch das Gegenteil ist der Fall: Es werden weniger Informationen vermittelt und die Darstellung wirkt unübersichtlich; der Zuglauf wird lückenhaft und nicht mehr chronologisch dargestellt.» Die aktuelle Darstellung auf den Anzeigenmodellen wie in St. Gallen beruht allerdings auf einem Kompromiss: Vertreter von Behindertenverbänden monierten vor gut zwei Jahren bei den SBB, dass die neuen LCD-Anzeiger nicht den Anforderungen des Behindertengesetzes genügten. Darauf erklärten sich die SBB bereit, die ursprünglich mehrzeiligen und ausführlichen, aber kleiner geschriebenen Via-Bahnhöfe in gleicher Grösse wie das Ziel anzugeben; auf der einzigen verbleibenden Zeile ist freilich nur noch Platz für zwei bis drei Halte. Für die drei Schnellzüge nach Zürich bedeutet dies konkret, dass beim Sprinter als Via Winterthur aufgeführt wird, und bei den andern beiden Gossau und Winterthur – nicht aber Wil und Flawil/Uzwil. Was keinem Reisenden plausibel erscheint, beruht auf zwei Kriterien im SBB-Manual: «Im Fernverkehr wird immer der erste Halt angezeigt» und «Unterwegsbahnhöfe aufgrund ihrer Priorität».

Fehlende Hinweise

Die Perronanzeigen sind das eine – doch da sind auch noch die Monitore und die Fallblatt-Generalanzeige beim Treffpunkt. Diese Anzeige soll erst mit Abschluss des Bahnhofumbaus ersetzt werden. Problematisch: Die Darstellung ist überall unterschiedlich. Ausser den Fürstenländer Via-Halten fehlt auch ein Hinweis auf die temporär verschobene Haltestelle nach Trogen. Immerhin bietet die alte Fallblatt-Generalanzeige Bern oder Biel als Via in die Westschweiz – eine sinnvolle Zusatzangabe für die beiden unterschiedlichen Zugläufe. Vollständige und schlüssige Angaben zu den Haltestationen bietet einzig der gute alte gelbe Plakatfahrplan.

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