Drei Verletzte bei Massencrash

Im Rosenbergtunnel der Stadtautobahn sind gestern kurz vor 13 Uhr 16 Autos ineinander gekracht. Überfrierende Nässe hatte die Fahrspuren im Tunnel in eine Eisbahn verwandelt. Drei Personen wurden leicht verletzt ins Spital gebracht.

Daniel Walt/René Rödiger
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Ein Selbstunfall auf vereister Fahrbahn führte im Rosenbergtunnel zu einer Massenkarambolage. (Bild: Ralph Ribi)

Ein Selbstunfall auf vereister Fahrbahn führte im Rosenbergtunnel zu einer Massenkarambolage. (Bild: Ralph Ribi)

ST. GALLEN. «Wir können von Glück sagen, dass es keine Schwerverletzten gegeben hat.» Das sagt Hanspeter Krüsi, Medienchef der St. Galler Kantonspolizei, zur Massenkarambolage, die sich gestern im Rosenbergtunnel in Fahrtrichtung St. Margrethen ereignet hat. Während die Blessuren von drei Personen nicht allzu gravierend sind, ist beim Mega-Unfall riesiger Blechschaden entstanden: Krüsi schätzt ihn auf weit über 100 000 Franken.

An Tunnelwand gedrückt

Ausgelöst wurde die Karambolage durch zwei vorhergehende Unfälle, in die drei Autos im Rosenbergtunnel kurz vor 13 Uhr verwickelt waren. «In der Folge prallten etwa hundert Meter nach der Tunneleinfahrt sechzehn weitere Fahrzeuge ineinander», so Krüsi. Er beschreibt die Situation wie folgt: «Mehrere Autos waren ineinander verschachtelt, in einigen war der Airbag ausgelöst worden. Ein Wagen wurde gegen die Tunnelwand gedrückt; von einem Fahrzeug steckte die Kühlerhaube unter einem Lastwagen.»

Die Kantonspolizei war mit rund 30 Beamten vor Ort präsent. Zum Einsatz kamen auch Sanitäter und zwölf Feuerwehrangehörige. Zunächst begann die Polizei, die Unfallbeteiligten zu befragen, um den Hergang der Massenkarambolage möglichst genau zu rekonstruieren. Laut Hanspeter Krüsi war die Fahrbahn im Unfallbereich vereist – «durch gefrierende Nässe und den Luftzug im Tunnel», sagt er. Später begannen mehrere Abschleppunternehmen, die verunfallten Wagen zu bergen. Nach dem Unfall kam es zu einem riesigen Rückstau. Laut Krüsi hatte sich die Verkehrslage um 17.15 Uhr so weit normalisiert, dass der Rosenbergtunnel wieder geöffnet werden konnte.

Rettungsachse vorbereitet

Auch auf Stadtgebiet standen die Fahrzeuge. Benjamin Lütolf, Mediensprecher der Stadtpolizei St. Gallen, sagt: «Wir bringen diese Menge an Fahrzeugen nicht durch das städtische Strassennetz.» Damit die Einsatzwagen von Polizei, Feuerwehr und Ambulanz im Notfall nicht stehen blieben, wurde auf der Rosenbergstrasse eine Rettungsachse vorbereitet.

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