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Drei Sprayer überführt

Im Herbst haben Unbekannte in Arbon Fassaden besprayt. Nun hat die Thurgauer Polizei die Täter ermittelt. Einen Zusammenhang mit den Nazi-Sprayereien vor drei Jahren gibt es nicht.
Mehrere Fassaden der Arboner Altstadt wurden besprayt. (Bild: Max Eichenberger)

Mehrere Fassaden der Arboner Altstadt wurden besprayt. (Bild: Max Eichenberger)

ARBON. Ein gutes Dutzend Fälle von Farbschmierereien, die vergangenen Oktober in Arbon begangen worden sind, hat die Thurgauer Kantonspolizei jetzt aufklären können. Dank Hinweisen aus der Bevölkerung und weiteren Ermittlungen überführte die Polizei drei junge Männer aus der Region Arbon der Sachbeschädigungen.

14 000 Franken Schaden

Ein 17- und ein 25jähriger Deutscher sowie ein 24jähriger Schweizer haben gestanden, in Arbon Mitte Oktober des vergangenen Jahres an insgesamt vierzehn Objekten Farbschmierereien verübt zu haben. In der Zeit vom 10. bis 17. Oktober hatten die jungen Männer an der Haupt- sowie an der Bahnhofstrasse und an der Freiheitsgasse in der Altstadt Fassaden mehrerer Liegenschaften mit Sprayereien und Farbschriftzügen verunstaltet. Dies geschah in wechselnder Besetzung.

Bei ihrem Tun waren damals drei junge Erwachsene beobachtet worden. Zeugen konnten sie vage beschreiben. Ein Fahndungsaufruf führte die Polizei schliesslich auf die Spur der Vandalen. Den Schaden, den sie angerichtet haben, beziffert die Polizei auf 14 000 Franken. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell und – im Fall des Jüngsten des Trios – die Jugendanwaltschaft Thurgau haben nun ein Verfahren eröffnet.

Ob die drei überführten Täter auch mit den Sprayereien in einem Arboner Atelier vor drei Jahren in Verbindung gebracht werden können, kann die Kantonspolizei laut Mediensprecher Daniel Meili bis jetzt nicht bestätigen. Damals beschmierten unbekannte Täter das Atelier des Steinbildhauers Peter Kamm im ehemaligen Saurer-Werkareal mit Hakenkreuzen, Nazi-Sprüchen und Hass-Slogans gegen die Polizei. Die damaligen Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf eine politisch motivierte Tat. Im Atelier des Steinbildhauers wurden unter anderem Modelle, Ordner, Schriftstücke, Bücher, Stühle und sogar das Innere eines Kühlschranks besprayt.

Kein Hinweis auf gleiche Täter

Der Medienverantwortliche der Staatsanwaltschaft Thurgau, Stefan Haffter, verneint allerdings einen Zusammenhang der beiden Sachbeschädigungen. «Wir konnten bisher keinerlei Hinweise auf die gleiche Täterschaft feststellen», erklärt er. Damit bleibt der Fall der Nazi-Sprayereien bis auf weiteres ungeklärt. (me/lr)

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