Drei Bischöfe halten Pfarrei-Initiative für keinen gangbaren Weg

ST.GALLEN/CHUR/SOLOTHURN. Die Pfarrei-Initiative für Reformen in der katholischen Kirche stösst bei den Bischöfen von St.Gallen, Chur und Solothurn auf Ablehnung. Die Oberhirten der drei Diözesen laden die Initianten zum Gespräch ein.

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Die Pfarrei-Initiative stösst auch beim St.Galler Bischof Markus Büchel auf Ablehnung. (Bild: KEYSTONE)

Die Pfarrei-Initiative stösst auch beim St.Galler Bischof Markus Büchel auf Ablehnung. (Bild: KEYSTONE)

Markus Büchel, Bischof von St.Gallen, Vitus Huonder, Bischof von Chur, und der Basler Bischof Felix Gmür sind erstaunt, dass die Seelsorgerinnen und Seelsorger nicht das Gespräch gesucht haben, sondern mit dem Initiativ-Text direkt an die Öffentlichkeit gegangen sind.

Immer mit den Bischöfen
Wie die drei Bischöfe am Donnerstag mitteilten, sind die in der Initiative formulierten Begehren, die so genannten Selbstverständlichkeiten, keine gangbaren Wege, um die Seelsorge verantwortungsvoll zu gestalten. Verantwortungsvolle Seelsorge geschehe immer in Zusammenhang und Einheit mit den Bischöfen und der Weltkirche, schreiben die katholischen Oberhirten.Die Bischöfe laden deshalb die Initianten der Pfarrei-Initiative «zu einem klärenden Gespräch ein».

Liberale Postulate
Lanciert wurde die Initiative von über 90 Seelsorgerinnen und Seelsorgern. Sie wollen mit ihrem Begehren liberale Postulate umsetzen. Unter anderem sollen alle Getauften, auch Christen anderer Konfessionen oder Geschiedene, an der Eucharistiefeier teilnehmen können. Weiter verlangt die Initiative die Laien-Predigt, gehalten von theologisch ausgebildeten Frauen oder Männern. (sda)