Doch keine Frauenkandidatur

Fredy Fässler (SP) und Michael Götte (SVP) machen den siebten St. Galler Regierungssitz unter sich aus. Christa Köppel tritt nicht an.

Silvan Lüchinger
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Christa Köppel (Bild: pd)

Christa Köppel (Bild: pd)

Pfeffer ist schon drin im Kampf um den letzten freien Sitz in der St. Galler Kantonsregierung. Bis gestern sah es danach aus, als käme noch eine gehörige Prise Salz dazu. Doch jetzt hat sich die als dritte Kandidatin gehandelte Christa Köppel zurückgezogen. Die parteilose Gemeindepräsidentin von Widnau schwankte lange, glaubte letztlich aber doch nicht an eine Siegchance.

Unterstützung aus CVP und FDP

Forciert wurde eine Kandidatur von Christa Köppel vor allem aus CVP-Kreisen. Die Delegiertenversammlung hatte Fässler wie Götte die Unterstützung verweigert – weil der eine zu weit links und der andere zu unverbindlich politisiere.

Positive Signale gab es hinter den Kulissen auch von FDP und Wirtschaft, wo sich nicht alle mit der lauwarmen Vorstandsparole pro Michael Götte anfreunden können.

Zu kurz für einen Wahlkampf

Als Hauptgrund für ihren Verzicht nennt Christa Köppel (53) die zu kurze Zeitdauer bis zum Wahltermin. Für einen erfolgversprechenden Wahlkampf seien fünf Wochen zu wenig. Zudem stünden in Widnau interessante Projekte an.

Ob Christa Köppel die kandidierenden Männer hätte schlagen können, ist schwer abzuschätzen. Immerhin ist immer wieder Bedauern zu hören, dass in der Regierung ab Mitte Jahr nur noch eine Frau sitzen wird.