Diskussion um Lärmschutz an Autobahn A1

ST. MARGRETHEN. An der Autobahn A1 bei St. Margrethen will der Bund im Jahr 2015 Lärmschutzwände installieren lassen. Doch seit der Projektauflage der Lärmschutzmassnahmen wird das Vorhaben in der Gemeinde kritisiert, wie der «Sonntagsblick» schreibt. 48 Einwohner hätten Einsprache erhoben.

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ST. MARGRETHEN. An der Autobahn A1 bei St. Margrethen will der Bund im Jahr 2015 Lärmschutzwände installieren lassen. Doch seit der Projektauflage der Lärmschutzmassnahmen wird das Vorhaben in der Gemeinde kritisiert, wie der «Sonntagsblick» schreibt. 48 Einwohner hätten Einsprache erhoben. Der Grund: Das Bundesamt für Strassen plant entlang des St. Margrether Aeueli-Quartiers bloss auf der österreichischen Seite der Autobahn eine Lärmschutzwand. «Die Vorarlberger erhalten mehr Lärmschutz als die Schweizer. Wir werden offensichtlich benachteiligt. Das ist unbegreiflich», wird Gemeindepräsident Reto Friedauer zitiert.

Neubauten geplant

Laut Friedauer sind bei 19 Liegenschaften die Immissionsgrenzwerte auch nach der Sanierung nicht einzuhalten. Und westlich des Aeueli-Quartiers seien 66 neue Wohnungen und 20 neue Häuser geplant. Fehle ein umfassender Lärmschutz, seien an diesen Bauten «sehr kostenintensive Massnahmen nötig», sagt Friedauer.

Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) äussert sich vorerst nicht im Detail zu den Lärmschutzwänden. «Das Uvek wird die Einsprachen der Schweizer Anrainer prüfen», sagt Sprecherin Dominique Bugon. Wo Grenzwerte überschritten würden, würden Massnahmen getroffen – sofern sie keine unverhältnismässigen Betriebseinschränkungen oder Kosten verursachen.

Thomas Müller will Auskunft

Zu diesem Fall will der Rorschacher Stadtpräsident und SVP-Nationalrat Thomas Müller heute in der Fragestunde im Parlament Auskunft von Departementsvorsteherin Doris Leuthard verlangen. Es sei nicht einzusehen, warum die Österreicher und die Schweizer Seite der Autobahn unterschiedlich behandelt würden. (av)