Diese Runde geht an Regierungsratskandidat Michael Götte – er redet in der TVO-Sendung zur Sache am meisten

Das Abschneiden der Kandidaten bei den TV-Debatten im US-Fernsehen wird unter anderem an der Redezeit pro Minute gemessen. Gälte das auch für die Begegnung der Herausforderer bei den St.Galler Regierungswahlen in der TVO-Sendung «Zur Sache», ginge die Runde klar an den SVP-Fraktionspräsidenten Michael Götte.

Christoph Zweili
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Das Abschneiden der Kandidaten bei den TV-Debatten im US-Fernsehen wird unter anderem an der Redezeit pro Minute gemessen. Gälte das auch für die Begegnung von fünf der sechs Herausforderer bei den St.Galler Regierungswahlen in der TVO-Sendung «Zur Sache», ginge die Runde klar an den SVP-Fraktionspräsidenten Michael Götte. Ebenfalls dossiersicher zeigten sich die Fraktionschefs von FDP und SP auf den Plätzen zwei und drei, Beat Tinner und Laura Bucher. Die Wiler CVP-Stadtpräsidentin Susanne Hartmann liess sich von «Tagblatt»-Chefredaktor Stefan Schmid nicht provozieren: Ein «bisweilen herrisches Auftreten im Stadtrat» stellte sie in Abrede, «manchmal ist es nötig, klar Stellung zu beziehen». Für Rahel Würmli, ehemalige Vizestadtpräsidentin von Rapperswil-Jona, ist der Anspruch der Grünen auf einen Sitz in der Regierung mit Blick auf das Abschneiden bei den Nationalratswahlen «legitim».

Unterschiedlich sind die Haltungen zum geplanten Abbau von Regionalspitälern. Für Bucher «schiesst die Regierung übers Ziel hinaus». Anders Götte, der den Ansatz als «richtig» erachtet; auch Tinner fordert «weniger Spitäler». Hartmann wünscht sich «weiterhin eine hohe Versorgungsqualität». Würmli ist überzeugt, «dass es zu viele Betten hat» und hofft auf «politische Weitsicht» bei der Beratung im Parlament.