Diese Politiker schwänzten 2018 am meisten – zwei Ostschweizer sind dabei

Letzte Woche ging mit der Wintersession das Politikjahr zu Ende. Welche National- und Ständeräte glänzten in den letzten 12 Monaten am meisten durch Abwesenheit?

jaw/watson.ch
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Nur selten sind bei den Sessionen sämtliche eidgenössischen Parlamentarier anwesend unter der Bundeshauskuppel. (Bild: Benjamin Manser)

Nur selten sind bei den Sessionen sämtliche eidgenössischen Parlamentarier anwesend unter der Bundeshauskuppel. (Bild: Benjamin Manser)

Das Polit-Startup Politik.ch analysierte darum die Anwesenheitslisten unserer Parlamentarier. Sowohl für die abgelaufene Session als auch für das gesamte Jahr 2018.

Nationalrat

Diese Nationalräte fehlten in der Wintersession 2018 am meisten:

  • 1. Platz: Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP) fehlte in 24,4 Prozent der Abstimmungen. Sie verpasste deren 61.
  • 2. Platz: Roger Golay (MCG) verpasste 21,6 Prozent, oder 54 von 250 Abstimmungen.
  • 3. Platz: CVP-Präsident Gerhard Pfister fehlte in 21,2 Prozent der Abstimmungen. In Zahlen: 53 von 250 Abstimmungen.
  • 4. Platz: Christian Lüscher (FDP) fehlte in 17,2 Prozent der Abstimmungen. In Zahlen: 43 von 250 Abstimmungen.
  • 5. Platz: Martin Bäume (GLP) fehlte in 16,4 Prozent der Abstimmungen in der Wintersession. In Zahlen: 41 von 250.

Insgesamt waren in der Wintersession 56 Nationalräte und Nationalrätinnen bei jeder Sitzung anwesend.

Die Top-5 der Fehlenden im Nationalrat über das gesamte Jahr zum Vergleich:

  • 1. Platz: Martin Bäumle (GLP). Er fehlte bei 23,4 Prozent der Abstimmungen (805 von 3441 Abstimmungen).
  • 2. Platz: Roger Köppel (SVP). Bei 21,7 Prozent der Abstimmungen nahm er nicht teil (749 von 3441).
  • 3. Platz: Hans Grunder (BDP) nahm an knapp 20 Prozent der Abstimmungen nicht teil (687 von 3441).
  • 4. Platz: Gerhard Pfister (CVP) verpasste fast 17 Prozent der Abstimmungen im Jahr 2018 (587 von 3441).
  • 5. Platz: Isabelle Moret (FDP) fehlte in 16 Prozent der 3441 Abstimmungen in der gesamten Legislatur 2018.

Ständerat

Im Ständerat gab es in der Wintersession insgesamt 100 Sitzungen. Von den 46 Volksvertretern waren neun Mitglieder bei jeder Sitzung anwesend.

Diese Ständeräte fehlten am meisten in der Wintersession:

  • 1. Platz: Werner Luginbühl (BDP) verpasst 29 Prozent der Abstimmungen.
  • 2. Platz: Pascale Bruderer (SP) fehlte an 27 von 100 Abstimmungen.
  • 3. Platz: Hans Stöckli (SP) fehlte an 25 Prozent der Abstimmungen.
  • 4. Platz: Géraldine Savary (SP) blieb 24 Prozent der Abstimmungen fern.
  • 5. Platz: Filippo Lombardi (CVP). Er fehlte in 23 Prozent 23 von 100 der Abstimmungen.

Zum Vergleich die Top-5 der Abwesenden übers ganze Jahr gesehen:

  • 1. Platz: Hans Wicki (FDP). Der Bundesratskandidat fehlte in 17,8 Prozent der Abstimmungen.
  • 2. Platz: Konrad Graber (CVP) blieb 15,4 Prozent der Abstimmungen fern.
  • 3. Platz: Filippo Lombardi (CVP) nahm an 11,5 Prozent der Abstimmungen nicht teil (83 von 719).
  • 4. Platz: Roland Eberle (TG/SVP) und Paul Rechsteiner (SG/SP). Beide Ostschweizer Ständeräte fehlten in insgesamt 82 von 719 Abstimmungen. 
Der Thurgauer Roland Eberle und der St.Galler Paul Rechsteiner fehlten im 2018 beide an 82 von 719 Abstimmungen im Ständerat. (Bilder: Keystone)

Der Thurgauer Roland Eberle und der St.Galler Paul Rechsteiner fehlten im 2018 beide an 82 von 719 Abstimmungen im Ständerat. (Bilder: Keystone)