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Kommentar

Diese Geheimnistuerei schadet der HSG

Für die HSG ist die Situation denkbar ungemütlich. Der mutmassliche Spesenmissbrauch taucht seit Monaten regelmässig in den Schlagzeilen auf. Die Uni wird den Fall nicht aussitzen können; das öffentliche Interesse bleibt konstant, solange das Ausmass der Bezüge nicht klar ist.
Andri Rostetter
Andri Rostetter (Bild: Ralph Ribi)

Andri Rostetter (Bild: Ralph Ribi)

Das hat sich mit dem nun fertiggestellten Untersuchungsbericht nicht geändert. Denn der Bericht bleibt geheim. Angeblich, weil so die Disziplinarkommission vor medialem oder politischem Druck geschützt werden soll. Wie auch immer: Für den Ruf der HSG ist diese Geheimnistuerei kontraproduktiv.

Der einzige, der bis jetzt versucht hat, Transparenz herzustellen, ist Bildungschef und Uniratspräsident Stefan Kölliker. Kurz nach Bekanntwerden der Affäre trat er die Flucht nach vorn an und redete für einen kurzen Moment Klartext. Er bezeichnete die Vorkommnisse rundweg – und wohl ziemlich ehrlich – als «bedeutsam, gravierend und umfangreich». Die Offenheit währte nicht lange, Kölliker wurde offensichtlich wenig später zurückgepfiffen. Mittlerweile reden Uni und Kanton offiziell nur noch von «allfälligen, nicht dem Spesenreglement entsprechenden Spesenbezügen».

Die Uni darf deswegen aber kaum hoffen, dass die Spesenbezüge doch nicht so gravierend waren. Viel wahrscheinlicher ist, dass Kölliker mit seiner Formulierung recht behalten wird. Ansonsten hätte der Kanton nicht ein derart grosses Inter­esse, die Sache unter Verschluss zu halten. Umso mehr muss die Disziplinarkommission Tempo machen. Hier geht es um eine zentrale Bildungs­institution der Ostschweiz. Die Öffentlichkeit hat deshalb ein Anrecht auf Transparenz.

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