DIEPOLDSAU
Nur ein Bubenstreich oder mehr? Unbekannte haben Strassenschilder im Rheintal mit Hakenkreuzen verunstaltet

In Diepoldsau hat eine Anwohnerin drei mit Hakenkreuzen beklebte Strassenschilder entdeckt. Sie suchte selber nach den Verursachern. Die Polizei ist froh, wenn man ihr solche Vorkommnisse meldet.

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Die verunstalteten Strassenschilder wurden alle in der gleichen Strasse entdeckt.

Die verunstalteten Strassenschilder wurden alle in der gleichen Strasse entdeckt.

Bilder: Nadine Lipp

(red.) Nadine Lipp hat in Diepoldsau eine unschöne Entdeckung gemacht: Sie fand drei mit Hakenkreuzen verklebte Tafeln in ihrer Wohnstrasse vor. Das erste Hakenkreuz sah sie direkt vor ihrer Einfahrt, ein Weiteres bei den Nachbarn auf dem Privateigentum. Ein Letztes sei bereits entfernt worden. Nach ihrer Entdeckung sei sie noch etwas herumgefahren und habe sich umgeschaut, aber keine weiteren verunstalteten Tafeln mehr gefunden.

Via Facebook nach Zeugen gesucht

Über Facebook habe sie anschliessend versucht, Leute zu finden, die gesehen haben, wer die Hakenkreuze hingeklebt hat. «Vielleicht wurde bei jemandem ein solches Klebeband geklaut. So eins besitzt ja nicht jeder», sagt sie gegenüber dem Onlineportal FM1Today.

Der Beitrag sei bis jetzt über 30 Mal geteilt worden und erhalte viel Zuspruch, aber Täter seien bislang nicht identifiziert worden. Der Polizei hat Nadine Lipp bis jetzt nichts gemeldet, weil sie nicht von einer böswilligen Aktion ausgeht. Sie hoffe, es seien einfach ein paar Jugendliche gewesen, die einen dummen Streich hätten spielen wollen.

«Wir nehmen solche Vorfälle immer ernst»

Die Polizei hatte zunächst noch keine Kenntnis über die Vorfälle. Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, bittet darum, solche Vorfälle zu melden: «Wir nehmen solche Vorfälle immer ernst und bemühen uns um eine Abklärung», äussert er sich gegenüber FM1Today. Wenn man aber nicht informiert werde, könne man auch nichts machen. «Das Hakenkreuz-Symbol ist in der Schweiz nicht verboten, aber höchst unangebracht.»

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