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Die Zeit drängt: St.Galler Regierung soll Fragen zur neuen Fachhochschule Ost klären

Organisation und Finanzen – die vorberatende Kommission wünscht sich von der St.Galler Regierung Antworten zur neuen Fachhochschule Ost. Sie will beide Lesungen im Juni durchführen.
Katharina Brenner
Die Fachhochschulen St.Gallen, Buchs und Rapperswil.

Die Fachhochschulen St.Gallen, Buchs und Rapperswil.

«Personelles ist etwas Heikles», sagt Peter Hartmann. Im Vergleich zu den Fachhochschulen in St.Gallen und Buchs würde in Rapperswil zum Teil ein höheres Lohnniveau herrschen. Der SP-Kantonsrat ist Präsident der vorberatenden Kommission zur Errichtung der neuen Fachhochschule Ost. Er sagt: «Besoldungsdifferenzen und Anstellungsbedingungen müssen von Anfang an gut geklärt sein.»

Bisher vermisst die vorberatende Kommission diese Klärungen. Sie befürwortet den Zusammenschluss der drei Fachhochschulen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Sie lädt die Regierung aber ein, die Vorlage «mit Eckpunkten für die Startphase zu Personal-, Organisations- und Finanzfragen zu ergänzen». Die vorberatende Kommission wolle die Klärungen jetzt vornehmen, da später viele Entscheide nicht mehr in der Kompetenz des Kantonsrats, sondern beim Fachhochschulrat liegen würden, so Hartmann.

Sie beantragt daher, beide Lesungen in der Junisession durchzuführen. Denn die Zeit drängt. Die Volksabstimmung ist auf November angesetzt, damit die Akkreditierung der Hochschule rechtzeitig erfolgen kann. Hintergrund der Fusion: die bisherige Struktur der hiesigen Fachhochschullandschaft ist nicht mehr gesetzeskonform. Die Trägerschaft der Ost liegt bei den Regierungen der Kantone St.Gallen, Thurgau, Glarus, Schwyz und beider Appenzell sowie dem Fürstentum.

Nebentätigkeiten von Professoren ungeklärt

Vizestaatssekretär Lukas Schmucki sagt, beim Antrag der vorberatenden Kommission dürfte es sich um eine Formalität handeln. Die Dringlichkeit sei gegeben. Mit den Fraktionspräsidenten Michael Götte, Beat Tinner und Andreas Widmer sind zudem drei Mitglieder der vorberatenden Kommission auch Mitglieder des Kantonsratspräsidiums. Michael Götte hatte bereits im Vorfeld bemängelt, dass Unterlagen zur Vorlage fehlten. Er verwies auf die Anreizsysteme für Professoren, die nicht geklärt seien. «Nach den Erfahrungen an der Universität St. Gallen sind wir gebrannte Kinder.»

Hartmann betont mit Verweis auf die Uni, dass Nebentätigkeiten von Professoren «unbedingt» geregelt werden müssten. Bei den Strukturen seien «Doppelspurigkeiten» ungeklärt, etwa im Bereich der Zentralen Dienste, bei den Finanzfragen seien es vor allem die finanziellen Auswirkungen der Startphase.

Debatte um Standorte entflammt

Die Fachhochschule Ost ist aktuell Teil einer – vor allem regionalpolitischen – Debatte. Grund dafür waren Standort- und Strukturentscheide sowie die Rücktrittsankündigung des Rektors der Fachhochschule St.Gallen.

Insbesondere die SP-Grüne-Fraktion hatte den Sitz des Rektorats und der Leitung des Departements Informatik in Rapperswil kritisiert. Sie sieht den «Hotspot der Informatik» in St.Gallen. Die neue Fachhochschule wird in sechs Departemente aufgeteilt. Neben der Informatik wird die Leitung des Departements Architektur-, Bau- und Planungswesen in Rapperswil sitzen. Die Leiter sind jeweils standortübergreifend verantwortlich. Auch Studiengänge sollen standortübergreifend angeboten werden.

Das Architektur Forum Ostschweiz und die Sektion St.Gallen-Appenzell des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins haben sich dazu in einer Mitteilung geäussert. Sie begrüssen, dass die Architekturausbildung in St.Gallen bleibe und «im städtischen Kontext weiter entwickelt werden kann».

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