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Die Wildpinkler im Visier

ST. GALLEN. Die Stadtpolizei St. Gallen und die Olma Messen reagieren auf die Vorfälle am diesjährigen Herbstjahrmarkt. Das WC-Konzept soll überarbeitet und die Alkoholprävention verstärkt werden.
Marion Loher
Das Sicherheitspersonal auf seiner Patrouille am diesjährigen Herbstjahrmarkt. Nicht alle Besucher feiern immer so friedlich. (Bild: Coralie Wenger)

Das Sicherheitspersonal auf seiner Patrouille am diesjährigen Herbstjahrmarkt. Nicht alle Besucher feiern immer so friedlich. (Bild: Coralie Wenger)

Die Schlagzeilen rund um die Olma und den Jahrmarkt waren in diesem Jahr nicht nur positiv. Vor allem am ersten Wochenende kam es zu Vandalismus und Schlägereien. Es wurde gepöbelt und wild uriniert. Letzteres nicht nur hinter und an den Ständen, sondern auch in Vorgärten und Hauseingänge. Trotzdem ist am kürzlich durchgeführten runden Tisch zur Olma und zum Herbstjahrmarkt ein «grundsätzlich positives Fazit» gezogen worden, wie es in einer Mitteilung heisst.

«Nicht mehr gemeldete Vorfälle»

So seien die diesjährige Olma und der Herbstjahrmarkt bezüglich Sicherheit eher ruhiger als in vergangenen Jahren verlaufen, und im Bereich Verkehr seien keine grösseren Zwischenfälle verzeichnet worden. «Uns wurden im Vergleich zu den Vorjahren nicht mehr Vorfälle gemeldet», erklärt Roman Kohler, Leiter Kommunikation der Stadtpolizei St. Gallen, die positive Bilanz. Nichtsdestotrotz habe die Belastung für die Anwohner im Quartier zugenommen.

Rund vierzig Personen, darunter Vertreter der Stadtpolizei St. Gallen, der Olma Messen, des Schweizerischen Marktverbands, des Schweizerischen Schaustellerverbands, der Genossenschaft Unterer Brühl sowie diverse Gastronomen, Anwohner des Museumsquartiers und weitere Betroffene haben am runden Tisch teilgenommen. Thematisiert wurden gesellschaftliche Entwicklungen, insbesondere der Alkoholkonsum sowie die Auswirkungen der Olma, des Jahrmarkts und der gastronomischen Zusatzangebote für das Museumsquartier. Angesprochen worden sei auch die «teilweise negative Berichterstattung der Medien», die für das Image der Olma, der Stadt St. Gallen und der Region Ostschweiz nicht förderlich gewesen sei, heisst es in der Mitteilung weiter.

Probleme erkannt

«Alle Beteiligten waren sich einig, dass bezüglich der angesprochenen Themen gemeinsam Verbesserungen anzustreben sind.» Deshalb werden nun in einer kleineren Gruppe, unter Federführung der Stadtpolizei St. Gallen und der Olma Messen, Massnahmen ausgearbeitet. Der Fokus liegt dabei auf der Weiterentwicklung der Alkoholprävention und der Überarbeitung des WC-Konzepts. Zudem soll das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung gesteigert werden. Wie diese Massnahmen konkret aussehen, kann der Polizeisprecher zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. «Wir sind momentan daran, die Inputs aus dem runden Tisch zu sammeln.» Dann müsse geprüft werden, was umsetzbar sei, welche Kosten das verursache und wer es bezahle, sagt Kohler. Präsentiert werden sollen die Massnahmen voraussichtlich im nächsten Frühling.

Den Olma Messen ist es gemäss ihrem Direktor Nicolo Paganini ein Anliegen, dass die Anwohner stärker entlastet werden und sie wieder ein «sicheres Gefühl» bekommen. «Wichtig ist, dass wir gemeinsam die Situation verbessern wollen», sagt Paganini.

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