Die Thurgauer können stolz auf sich sein: Die Zusammenstellung der 100 Persönlichkeiten für das «who is who Thurgau»-Magazin ist der Jury nicht leicht gefallen

«Who is who»: Am Donnerstagabend wird zum achten Mal «Der Thurgauer des Jahres» gekürt. Chefredaktor David Angst führt die geladenen Gäste durch den Abend und gibt den Namen bekannt.

Janine Bollhalder
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Die Jury: David Angst, Rolf Müller, Sabine Ruf, Katharina Winiger und Bernhard Koch.

Die Jury: David Angst, Rolf Müller, Sabine Ruf, Katharina Winiger und Bernhard Koch.

Andrea Stalder

Heute Abend versammeln sie sich im Traubensaal Weinfelden: die 100 Thurgauer Persönlichkeiten des Jahres 2019. Auserwählt worden sind sie von einer fünfköpfigen «Who is who»-Jury; Katharina Winiger, Sabine Ruf, Bernhard Koch, Rolf Müller sowie Präsident David Angst. Er wird die geladenen Gäste durch den Abend führen und dann auch bekanntgeben, wer der achte Thurgauer oder die achte Thurgauerin des Jahres ist.

Die Idee für ein Thurgauer «Who is who» stammt von Blattmacher Peter Exinger. Der gebürtige Wiener hat die Thurgauer als sehr bescheiden wahrgenommen. Nicht zuletzt, um das Selbstwertgefühl des Kantons aufzubessern, wird seit 2012 ein «Thurgauer des Jahres» gekürt. Aber: «Es kann natürlich auch eine fesche Thurgauerin sein.»

Kein Schaulaufen der Thurgauer Prominenz

«Bei der Thurgauer Version von ‹Who is who› geht es nicht nur darum, die Prominenten noch prominenter zu machen», sagt David Angst, Chefredaktor der «Thurgauer Zeitung».

«Es geht uns darum, jene Leute zu präsentieren, die 2019 etwas Aussergewöhnliches für den Kanton gemacht haben.»

Das können auch Personen sein, die bisher kaum in den Medien aufgetaucht sind. «‹Who is who› ist kein Sprungbrett in die Welt des Glanz und Gloria», sagt er. Aber trotzdem: «Nominiert zu werden, schafft eine gewisse Bekanntheit.»

Die Jury hat Anfang September eine Liste mit Personenvorschlägen seitens der TZ-Redaktion erhalten. Aus diesen haben sie dann die 100 Persönlichkeiten des Jahres 2019 ausgewählt. Rolf Müller, Jurymitglied und Inhaber des Kommunikationsbüros «Romkom», sagt:

«Der Thurgau verfügt über viele eindrucksvolle Persönlichkeiten. Neben jenen, die mehr oder weniger regelmässig Scheinwerferlicht gewohnt sind, gilt es auch, jene zu beachten und zu fördern, welche die Zukunft verkörpern.»

Über die Zusammenarbeit in der Jury sagt Müller: «Die Kollegialität im Gremium ist hervorragend, auch wenn zuweilen hart um Entscheide gerungen wird.»

Thurgauer Qualitäten bei Juryarbeit kennen lernen

Zum vierten Mal in der Jury sitzt Katharina Winiger, ehemalige Fraktionspräsidentin der Grünen im Grossen Rat. Sie sagt: «Die verschiedenen Qualitäten der Personen, die wir auswählen, gegeneinander abzuwägen, ist schwierig. Persönliche Gewichtungen entsprechen nicht zwangsläufig der Mehrheitsmeinung der Jury.» Sie aber sei immer wieder begeistert, welche neuen, vielfältigen Qualitäten der Thurgauer sie kennen lerne.

Dieser Aussage schliesst sich der einstige Regierungsrat Bernhard Koch an: «Ich finde es jedes Jahr erstaunlich, wie viele Menschen im Thurgau besondere Leistungen erbringen.»

Blattmacher Peter Exinger und die Jury bei der Arbeit.

Blattmacher Peter Exinger und die Jury bei der Arbeit.

Andrea Stalder

Sabine Ruf, Inhaberin der Kommunikations- und Marketingagentur «Pinax», findet die Arbeit in der Jury ebenfalls spannend. Sie sagt: «Durch die unterschiedlichen Wirkungskreise der Jurymitglieder gelingt es immer wieder, Menschen in den Fokus zu rücken, die Herausragendes geleistet haben, aber noch wenig im öffentlichen Bewusstsein verankert sind.» Gleichzeitig gilt für Ruf: «Nach der Wahl ist vor der Wahl.» Für sie sei es eine grosse Herausforderung, während des ganzen Jahres die Wahrnehmung für geeignete Persönlichkeit zu schärfen.

«Der Thurgauer oder die Thurgauerin des Jahres ist für mich eine herausragende Persönlichkeit, deren Wirken nach innen und aussen eine ganz besondere Strahlkraft hat – und dies nicht nur als Momentaufnahme.» 
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Ida Sandl