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Die St.Galler Regierung weibelt für die HSG

Ein neuer Campus in der Stadt St. Gallen soll die Platznot an der Universität beheben. Politisch ist der 207-Millionen-Bau unbestritten. Dennoch zeigen sich Regierung und Rektorat vorsichtig.
Noemi Heule
Auf zwei Lernplätze kommen drei Studierende: An der HSG herrscht Raumnot. Ein Erweiterungsbau soll Abhilfe schaffen.

Auf zwei Lernplätze kommen drei Studierende: An der HSG herrscht Raumnot. Ein Erweiterungsbau soll Abhilfe schaffen.

An der HSG ist der Platz knapp. Auf zwei Lernplätze kommen drei Studierende. Ein neuer Campus am Platztor am Rande der St. Galler Altstadt soll die Raumnot beheben. Die Volksabstimmung für den 207-Millionen-Bau steht am 30. Juni an. Am Montag nahm die St. Galler Regierung Stellung zum Vorhaben. Und fand nur lobende Worte für die «einzige Schweizer Universität östlich von Zürich».

Regierungspräsident Stefan Kölliker rühmte den «ausgezeichneten Ruf» der Universität und sprach von einem «Leuchtturm», der über Kantons- und Landesgrenzen strahle. Die blumigen Worte passten zur buntgeblümten Krawatte des Bildungsdirektors. Sie blieb die einzige Überraschung an der Pressekonferenz zu einer politisch unbestrittenen Vorlage.

Der Kantonsrat hatte sich bereits deutlich für den 160-Millionen-Kredit ausgesprochen. So viel verbleibt nach Abzug der Beiträge von Bund, Stadt und Universität beim Kanton. Auch die Parteien stellen sich geschlossen hinter das Vorhaben, das vor allem den Studenten zugutekommen soll. Rund 8600 von ihnen studieren derzeit auf einem Areal, das für 5000 konzipiert ist. Es herrschten «Zustände wie im Skigebiet», schilderte Rektor Thomas Bieger die Warteschlangen vor der Bibliothek.

St.Gallen soll Universitätsstadt werden

3000 Studenten sollen deshalb in die Stadt zügeln. Es sei ein Glücksfall, dass die Stadt das Land in Gehdistanz zur Verfügung stelle, sagte Baudirektor Marc Mächler. Landreserven auf dem Rosenberg sollen für allfällige künftige Erweiterungen aufgespart werden. Im Gegenzug zieht sich die Uni aus Wohnliegenschaften zurück. Zudem werde die «städtebauliche Brache» vor der Altstadt aufgewertet, wie sich Mächler ausdrückte. Derzeit vermittle St. Gallen nicht den Eindruck einer Universitätsstadt. Das soll sich ändern: «Stadt und Universität sollen näher zusammenrücken.»

Heute prägt die offene Kirche mit dem charakteristischen Graffito eines Frauengesichts das Areal am St.Galler Platztor. 2027 soll hier ein Campus der Universität eröffnen. (Bild: Urs Bucher)

Heute prägt die offene Kirche mit dem charakteristischen Graffito eines Frauengesichts das Areal am St.Galler Platztor. 2027 soll hier ein Campus der Universität eröffnen. (Bild: Urs Bucher)

Wie der Bau dereinst aussehen soll, ist allerdings noch offen. Der Architekturwettbewerb soll nach der Abstimmung erfolgen. Der Baustart ist auf 2024, die Eröffnung auf 2027 terminiert.

Nicht an vergangenen Missständen scheitern

Obwohl die Vorlage politisch unbestritten ist, birgt sie laut Mächler «gewisse Risiken». Lobende Worte für die HSG waren in letzter Zeit selten, stattdessen machte die Universität mit Skandalen Schlagzeilen. Rektor Bieger sprach von einem «Generationenprojekt», das nicht an vergangenen Missständen scheitern soll. Kölliker und Mächler zeigten sich zuversichtlich, dass das St. Galler Stimmvolk das Bauvorhaben nicht mit der Kritik rund um Spesen und Nebenmandate vermengt.

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