Die Spuren der Alpenbildung sichtbar machen

FLUMSERBERG. Die GeoGalerie am Flumserberg ist eröffnet. Der interaktive Themenweg auf über 2000 Metern über Meer ist im Rahmen des Projekts «Sardona-aktiv» entstanden und thematisiert das Unesco-Welterbe «Tektonikarena Sardona» an 15 interaktiven Stationen.

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FLUMSERBERG. Die GeoGalerie am Flumserberg ist eröffnet. Der interaktive Themenweg auf über 2000 Metern über Meer ist im Rahmen des Projekts «Sardona-aktiv» entstanden und thematisiert das Unesco-Welterbe «Tektonikarena Sardona» an 15 interaktiven Stationen.

Drei Kantone, vier Projekte

Vor zwei Jahren haben die Kantone St. Gallen, Glarus und Graubünden im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) das Tourismusprojekt «Sardona-aktiv» lanciert. Finanziell vom Bund mitgetragen, soll es die Realisierung von vier Leuchtturmprojekten ermöglichen, die in Flims, Elm, am Pizol und am Flumserberg die Spuren der Alpenbildung einem breiten Publikum sicht- und begreifbar machen wollen. Die GeoGalerie am Flumserberg ist das erste dieser Leuchtturmprojekte, das umgesetzt werden konnte.

Der Themenweg ist vier Kilometer lang und besteht aus zwei Abschnitten. Der erste ist ein zwei Kilometer langer Rundweg, der von der Bergstation Maschgenkamm rund um den Ziger führt und sowohl rollstuhlgängig als auch kinderwagentauglich ist. Der zweite Abschnitt führt vom Maschgenkamm zur Maschgenlücke und von dort weiter zur Bergstation Prodkamm. Auf 15 Stationen erhalten die Besucher Einblicke in die Alpenbildung und in die Kraft der Tektonik. So können «spezielle» Steine in Bilderrahmen in Szene gesetzt oder ein im Wasser treibendes Holzpuzzle aus Kontinenten komplettiert werden.

Ein Kunstwerk der Natur

Verantwortlich für die Umsetzung der 180 000 Franken teuren GeoGalerie ist Flumserberg Tourismus. Die Geologie der Tektonikarena sei wahrhaftig ein Kunstwerk der Natur, sagte Projektleiter Rolf Blumer an der Eröffnung. Ein Kunstwerk, das dank des Themenweges nun in angemessenem Rahmen inszeniert werden könne.

Der St. Galler Regierungspräsident Benedikt Würth bezeichnete die Tektonikarena als «Mekka für geologische Forschung» und «Sardona-aktiv» als ein Projekt mit sowohl nationaler als auch internationaler Ausstrahlung. Der Tourismus stehe vor grossen Herausforderungen. Wegen der Aufhebung des Euromindestkurses gelte es anzupacken und die vorhandenen Mittel gezielt einzusetzen. Genau dies geschehe im Rahmen von «Sardona-aktiv». (red.)